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Kategorie: > Technik > Brunnen / Quellen / Pumpen
Drahtseil in Tiefenbrunnen gefallen
Pauli12
(Mailadresse bestätigt)

  09.11.2014

Hallo zusammen

Mir ist heute das 3mm Drahtseil in das Brunnenrohr gefallen.
Brunnen ist 81m tief DN100
Pumpe SP3A-25 mit PE Steigleitung 32mm
Was würdet ihr machen



Anzahl der unterhalb stehenden Antworten: 48
Brunnenbaumeister
(Mailadresse bestätigt)

  12.12.2014

Wenn man sich für einen Filter entscheidet sollte man die Patrone aber regelmäßig wechseln, da sich an ihr schnell Bakterien ansammeln.

Wenn man z.B. alle vier Wochen die Luft auf dem Kessel kontrolliert, kann man immer gleich den Filtereinsatz tauschen.

Der Filter sollte übrigens niemals zwischen Pumpe und Kessel montiert werden. Wenn der Filter sich zusetzt, sei es aus mangelnder Pflege oder plötzlichen Sandeintrag, steigt der Druck. Der Druckschalter bekommt davon aber nichts mit. Entweder wird der Motor warm oder irgend ein Bauteil sagt Bye Bye und der Keller wird geflutet.
Ein Sicherheitsventil zwischen Pumpe und Filter würde dies allerdings verhindern.
Hydrogeotest
hydrogeotestgmail.com
(Mailadresse bestätigt)

  12.12.2014
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von sepp-s vom 10.12.2014!  Zum Bezugstext

@  Sepp
Zitat "Hallo,Pauli12 wen kein  Sand gefördert  wird muss kein Filter eingebaut werden. In unseren Brunnen welcher vor 10 Jahren gebohrt wurde  ist auch kein Filter vorhanden...."

Der Brunnen von Pauli ist neu gebohrt, der Untergrund (Geologie) uns nicht bekannt und wenn der Brunnen klargepumpt ist, so heißt das noch langen nicht, das er richtig entwickelt ist. Sand kann auch während des Betriebes wieder auftreten. Es braucht sich nur eine Kluft unten zu öffnen (falls er Festgestein hat)und schon hat er wieder zeitweilig Feinkorneintrag.
An einem Filter zu sparen wäre nicht zu empfehlen.
sepp-s
(Mailadresse bestätigt)

  10.12.2014
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Pauli12 vom 10.12.2014!  Zum Bezugstext

Hallo,Pauli12 wen kein  Sand gefördert  wird muss kein Filter eingebaut werden. In unseren Brunnen welcher vor 10 Jahren gebohrt wurde  ist auch kein Filter vorhanden.Ich habe schon mehrmals den Hahn am unteren  Teil des Windkessels geöffnet und das Waser in ein Glas  einlaufen  lassen und konnte feststellen  dass sich nicht der geringste Sand im Boden des Glases war.

mfg sepp
Pauli12
(Mailadresse bestätigt)

  10.12.2014

So habe etwas lange gebraucht. Aber Windkessel ist jetzt montiert, Pumpe angeschlossen.
Das mit dem "Schlag" beim ausschalten ist auch weg. War wirklich nur der fehlende Druck.
Hab auch mal einen kleinen Test durchgeführt. Pumpe bringt jetzt noch locker 5bar Druck. Weiter wollte ich nicht, da die PE Leitung einen Max Druck von 16bar hat.
Jetzt hätte ich noch eine Frage wegen einem Filter. Da gibt es ja sehr viele. Welche sind denn zu empfehlen ??
Hydrogeotest
hydrogeotestgmail.com
(Mailadresse bestätigt)

  03.12.2014
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Pauli12 vom 03.12.2014!  Zum Bezugstext

ca. 3,5 m³/h, das wäre dann ja noch ordentliche Leistung.
Liegt die Leitung schon bis zum eigentlichen Anschluss.
Dem Stahlseil würde ich schon eine tragende Funktion verpassen. Nicht das die PE-Leitung aus der Plassonkupplung rutscht.
Die Pumpe macht beim Anlaufen und Abschalten, dem Gesetz der Trägheit folgend, immer einen seitlichen Ruck (Drehbewegung). Das PE-Rohr hängt sich max. richtig aus, dehnen tut sich da nichts. Verteile wenigstens die Last 50/50 auf Rohr und Stahlseil.
Der Pumpeneinlauf ist vermutlich eh unten am Filterrand, von daher wäre es sogar besser, wenn du sie noch etwas hochziehst. Dann kann das Wasser von oben und unten an der Pumpe vorbei zulaufen, also auch am Motor. ggf. kannst du ja die letztendliche Förderrate noch etwas reduzieren. Ergebnis ist eine geringere Schalthäufigkeit und Absenkung im Brunnen. Auch die Strömungsgeschwindigkeit im Filterbereich ist geringer und somit auch der Eintrag von Feinkorn.
Beim Klarpumpen immer mal zwischendurch abschalten und den Wasserspiegel wieder ansteigen lassen. Nach dem erneuten Anschalten sollte das Wasser dann auch weiterhin klar sein. Ist das nicht, sondern erst mal wieder trüb, so musst du weiter klarpumpen. Eine gewissen Restsandgehalt hat man fast immer im Wasser, das ist normal und dafür gibt es ja Filter.
Pauli12
(Mailadresse bestätigt)

  03.12.2014

Ja das denke ich auch das die Schläge nur kommen weil die Druckleitung ja oben offen ist, und die Pumpe ins Drucklose fördert.
Die Brunnen ist ja 81m tief. Wasserstand ist von 70-81m
1m Sumpfrohr ohne Schlitze dann 6m Filterrohr mit Schlitzen. Danach nur noch Vollrohr.
Hab jetzt die Pumpe bis ganz nach unten abgelassen und wieder ca. 0,5-1m angehoben, damit die Pumpe nicht im Filterrohr hängt.
Die Pumpe braucht ca. 16-17min für 1m³. ins Frei natürlich. Werde heute die Pumpe mal länger laufen lassen damit auch noch die letzten Sandreste rauskommen
(hoffentlich)
Windkessel hab ich leider noch nicht bekommen. Ist jetzt ein 200L Kessel
Die Pumpe hängt jetzt an der PE Leitung, sprich am Brunnenkopf. Drahtseil ist jetzt nicht unter Spannung, Die PE Leitung wird sich ja noch etwas in die Länge ziehen denk ich mal
sepp-s
(Mailadresse bestätigt)

  03.12.2014
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Brunnenbaumeister vom 02.12.2014!  Zum Bezugstext

Hallo  der Nachteil beim manuellen luftnachfüllen mittels Kompressor ist dass man meist erst nachfüllt wenn  der Luftpolster so gering ist dass es ständig "klackt". Auch ist das ganze  etwas umständlich weil nicht jeder einen Kompressor sind vor Ort  hat. Auch ein Öleintrag vom Kompressor ins Waser ist nicht auszuschließen.
Sicherlich  sind die Belüfter  auch nicht das gelbe vom Ei.Bei sehr schwankenden Wasserstand im Brunnen passiert es dass mal zu viel oder zu wenig Luft in den Windkessel geliefert wird.Zwar wird dazu ein Entlüfter eingebaut  welcher aber bei eisenhaltigen Waser oft verockert. Ich habe deshalb am oberen Anschluss des Windkessels einen Ablasshahn montiert,  da ich oft in den Keller komme ist das teilweise ablassen der Luft kein Problem
mfg Sepp
Hydrogeotest
hydrogeotestgmail.com
(Mailadresse bestätigt)

  02.12.2014
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Pauli12 vom 02.12.2014!  Zum Bezugstext

... der "ziemlichen Schlag" - das Rückschlagventil in der Pumpe wird mit dem im System anliegenden Druck geschlossen. Erst fließt das Wasser mit einigen bar in die eine Richtung und dann drückt es zurück - das Ergebnis wird durch deine PE-Leitung gut übertragen, da ja etwas flexibel.
Bei einer Metallleitung würdest du dann ein mehr oder weniger lautes "Klacken" hören.
Wieviel bar und welche Förderrate hast du am Ende der Leitung jetzt noch?
Brunnenbaumeister
(Mailadresse bestätigt)

  02.12.2014
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Pauli12 vom 02.12.2014!  Zum Bezugstext

Wenn die Pumpe in den Kessel fördert und der Druckschalter z.B. zwischen 3 und 5 Bar regelt, sollte es keine großen Druckschläge geben. Ein ausreichendes Luftpolster vorausgesetzt.

Ich persönlich finde ein manuelles aufpumpen der Luft mittels Kompressor besser. Belüfter und Entlüfter sind sehr störanfällig und das System fördert das ausflocken von Eisen. Wenn alles automatisch funktioniert kümmert sich meistens keiner drum. Wenn dann zu wenig Luft auf dem Kessel ist beginnt der Druckschalter irgendwann zu flattern. Mit Glück schaltet der Schutzschalter ab. Mit Pech verreckt die Lagerung des Motors und es wird wieder teuer.
sepp-s
(Mailadresse bestätigt)

  02.12.2014
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Pauli12 vom 02.12.2014!  Zum Bezugstext

Hallo es  gibt eine Kombination  von  einem  Luftschütz mit eingebauten  Motorschutzschalter und den  Schaltstellungen  Dauerlauf Aus und Automatik sehr praktisch weil das in  einem einzigen  Gehäuse untergebracht ist und  durch eine weitere Verdrahtung entfällt. Solche Kombinationen werden bei uns seit  mehr als 50 Jahren  störungsfrei verwendet.
Als Druckschalter wurden solche  der Type  Type Garvens oder Vogel  mit  Quecksilberwippe  eingebaut welche unverwüstlich sind,weil sich diese nie
 abnutzt.  
Angesichts des verbotes von Quecksilber bin ich nicht sicher ob es noch solche Schalter gibt.
mfg Sepp
Pauli12
(Mailadresse bestätigt)

  02.12.2014

Danke Brunnenbaumeister für deine Erklärung

Hab mich jetzt für ein paar Sachen entschieden
Pumpe wird jetzt über einen Schütz geschaltet. Dieser bekommt sein "EIN/AUS" von einem einpoligen Druckschalter (auf dem Windkessel)Druck ist bis ca 7bar einstellbar.
Danach kommt ein Motorschutzschalter, Pumpe zieht laut Typenschild 4,2. Werd ich aber noch messen.
Werde versuchen das ganze mal so betrieben und beobachten.
Grund wieso ich bei Frequenzumrichter geschaut habe, ist eigentlich der, wenn ich die Pumpe ausschalte gibt es immer einen ziemlichen Schlag. Aber nur beim ausschalten. Aber denke mal das kommt weil die Druckleitung nicht angedrosselt war und es keinen Gegendruck gab ?
Denn Wasserstand im Windkessel wird vorerst auch mal beobachtet. Belüftungsventil ja oder nein.
Hydrogeotest
hydrogeotestgmail.com
(Mailadresse bestätigt)

  30.11.2014
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Pauli12 vom 29.11.2014!  Zum Bezugstext

Hallo Pauli,

https://www.youtube.com/watch?v=Z-rvb5qoalY

... und meine (deine) Pumpensteuerung  ;-)

Gruß
Brunnenbaumeister
(Mailadresse bestätigt)

  29.11.2014
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Pauli12 vom 29.11.2014!  Zum Bezugstext

Also ich habe schon über 20 Jahre Erfahrung mit Wasserversorgungsanlagen, sei es mit Unterwasserpumpen, Kolbenpumpen oder Hauswasserwerken.

Das aller wichtigste ist eine möglichst geringe Schalthäufigkeit. Bei Hauswasserversorgungen erreicht man dies durch einen möglichst großen Druckspeicher und einem gut eingestelltem Druckschalter in Verbindung mit der passenden Pumpe.

Bei deiner SP3A sehe ich einen 150l Kessel als gutes Maß. Ob Membranbehälter oder Windkessel ist eigentlich egal. Membranbehälter halten die Luft länger und mischen keinen Sauerstoff ins Wasser.

Des Weiteren sollte ein hochwertiger Druckschalter verwendet werden. Ein Überdruckventil schützt die Pumpe und den Kessel zusätzlich vor dem Versagen des Druckschalters. Der Kessel bekommt keinen Überdruck und die Pumpe wird weiterhin gekühlt(U-Pumpe) da sie Wasser über das Sicherheitsventil in den Abfluss fördert.

Bei Drehstrommotoren ist die Stromversorgung besonders wichtig. Es darf keinesfalls zu einem Phasenausfall kommen. Deshalb entweder direkt an die Hauptleitung anklemmen oder wenn mehrere Verbraucher an dem Strang zur Hauptleitung hängen, dafür sorgen das jeder Verbraucher/jede Steckdose abgesichert ist. Bei Überlast fliegt so z.B. die Sicherung der Steckdose und nicht die große Hauptsicherung.

Ein hochwertiger Motorschutzschalter ist genauso Pflicht. Man sollte immer unter dem Grenzwert des Herstellers bleiben. Deine Pumpe hat glaube ich gute 3A. Also den Motorschutzschalter auf 2,5A einstellen. Sollte er auslösen, gegebenenfalls etwas höher drehen.

Ein Trockenlaufschutz kann zusätzlich eingebaut werden. Die einfachste Variante stellen elektronische Bauteile dar oder der von mir bereits erwähnte Hydrostop. Ob und wie diese Bauteile mittels Schütz und Drehstrom betrieben werden können muss vorher geklärt werden.

Im übrigen entlastet eine Steuerung mittels Schütz auch den Druckschalter, da die Kontakte nicht verbrennen können.


Um es kurz zu sagen: Ich halte von diesem Schaltkasten nichts. Vor allem nicht zu diesem Preis.

Was hat dieser 650€ Kasten denn für Funktionen die du wirklich nutzen kannst und vor allen Dingen, welche du wirklich brauchst?
Warum willst du die Frequenz verändern und was soll eine Schnell-Halt-Funktion?
Pauli12
(Mailadresse bestätigt)

  29.11.2014

Hallo zusammen

So jetzt ist alles eingebaut, Pumpe läuft wieder :-))))
Wasser ist auch schon fast sauber, ist noch etwas feiner Sand dabei aber wird immer weniger.
Was haltet ihr von dieser Steuerung ?

http://www.sourcetronic.com/shop/de/pumpensteuerungen/pumpensteuerung-1-5kw-spc015.html

MFG
Hydrogeotest
hydrogeotestgmail.com
(Mailadresse bestätigt)

  21.11.2014
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Brunnenbaumeister vom 21.11.2014!  Zum Bezugstext

aha - kein SEL-Vieh sondern eine Katalogseite.

Besten Dank - habe heute im Lager das Teil noch mal rausgekramt und aus der Kiste genommen... und siehe da, darunter die Montage- und Betriebsanleitung.
Ziemlich umfangreich, mit Schaltbildern und allen Angaben.
Das ganze Set besteht aus
dem CU2,
2 Stromwandlern,
1 Signalumformer (nur bei MS600 und MSR600R für die Temperaturüberwachungsfunktion)
1 Kondensator
also komplett, alles was man benötigt...
wusste ich schon nicht mehr.... dachte es wäre nur das nackte CU2.
Deshalb hatte ich auch gefragt, ob du dich damit evtl. noch auskennst, denn irgendwo in meinen grauen Zellen war noch rudimentär hinterlegt, das man da noch zusätzliche Teile benötigt. Das die mit im Karton sind, hatte ich nicht mehr auf dem Radar.

Kurzbeschreibung:
Anschluss Direkt- oder Stern-Dreieck-Einschaltung, Einschaltung über Anlasstrafo
Von kleinen bis riesige Pumpen, alles möglich
Überwacht den Isolationswiderstand / Temperatur wenn Fühler in der Pumpe / Stromasymmetrie zw. 2 Phasenströmen / Über- und Unterlast / Über- und Unterspannung / Phasenfolge
- Reset - automat. oder manuell
- Zeitverzögerung bei Stern Dreieck und Anlasstrafo

Also im Grunde genommen alles was man braucht.

@ Pauli - wenn du unbedingt so ein Spielzeug haben möchtest - das könntest du preiswerter als ein MP 204 haben. Datenbusanbindung hast du ja gewiss nicht vor...

Gruß und schönes Wochenende!
Brunnenbaumeister
(Mailadresse bestätigt)

  21.11.2014
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Hydrogeotest vom 21.11.2014!  Zum Bezugstext

Ich habe mal mein neues Telefon ausprobiert und ein Foto von der Katalogseite gemacht.

Im CU2 steckt jede Menge Technik wie du siehst.


Hydrogeotest
hydrogeotestgmail.com
(Mailadresse bestätigt)

  21.11.2014
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Brunnenbaumeister vom 20.11.2014!  Zum Bezugstext

Zitat: "Ich persönlich finde das Grundfos Zubehör aber extrem überteuert."
... Grundfos ist sehr gute Qualität - ohne Frage und die Preise sind nicht ohne. Die Marke GRUNDFOS bezahlt man satt mit.

Allerdings ist man seit einigen Jahren auch nicht mehr wirklich an Reparaturen interessiert. Einzelne lächerliche Ersatzteile werden nur noch in Kits zusammen mit anderen Teilen verkauft und das nicht überteuert, sondern zu so horrenden Preisen, das man schon über Neukauf nachdenken kann... und genau das ist das Ziel.
Lange Zeit gab es jedes Jahr einen Zuschlag von x% - weil ja Edelstahl so teuer geworden ist...
Irgend woher muss ja die Rendite für die Aktionäre her, sonst wird die Geschäftsführung gewippt.

Gruß
Brunnenbaumeister
(Mailadresse bestätigt)

  20.11.2014
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Hydrogeotest vom 19.11.2014!  Zum Bezugstext

Das CU2 habe ich garantiert noch in einem älteren Katalog drin. Wenn ich wieder zu Hause bin kann ich mal nachschauen.

Ich persönlich finde das Grundfos Zubehör aber extrem überteuert. Ein normaler Motorschutzschalter ist in den meisten Fällen ausreichend.
Hydrogeotest
hydrogeotestgmail.com
(Mailadresse bestätigt)

  19.11.2014
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Brunnenbaumeister vom 19.11.2014!  Zum Bezugstext

Hallo Brunnenbaumeister,

die dauerhafte Einrichtung von Trinkwasserbrunnen ist nicht das, was ich beruflich mache. Meine Aktionen sind mehr oder weniger zeitlich begrenzt.
Wenn eine Niveauregulierung, dann realisiere ich die über Elektroden oder über den Messrechner und die bei den Versuchen sowieso im Brunnen befindlichen Drucksonde.
Letzteres ist wesentlich komfortabler, als andere Lösungen.

Wenn Pauli eine vernachlässigbare Absenkung hat, kann er auf das ganze Gedöhns sowieso verzichten und benötigt nur einen Motorschutz, sowie die Druckregelung für den Kessel.

Habe vor kurzem noch ein unbenutztes "neues" Grundfos CU2 nach x-Jahren wieder entdeckt, damit müsste es doch ggf. auch gehen... oder?
Keine Ahnung mehr, was da außer Motorschutz noch alles für Funktionen waren, einfach zu lange her.
Gekauft für ein Vorhaben, was dann doch nicht realisiert wurde.
Kennst du dich noch mit den Teilen aus?
Gruß
sepp-s
(Mailadresse bestätigt)

  19.11.2014
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Brunnenbaumeister vom 19.11.2014!  Zum Bezugstext

Hallo Brunnenbaumeister"  jetzt weis ich noch immer nicht  welcher  Schalter die Pumpe im  normmalbetrieb ein und ausschaltet. Das Rv. /Belüftungsventil bei diesen  geringen Wasserstand  ganz oben am Brunnenkopf zu  montieren finde  ich  ganz schlecht schließlich muss  bei jeden Pumpvorgang erst das Steigrohr  mit Waser gefüllt werden muss  weil die Steigleitung   mit Luft gefüllt ist welche dann wieder beim  Entlüftungsventil wieder abgelassen wird.

mfg Sepp
Brunnenbaumeister
(Mailadresse bestätigt)

  19.11.2014
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Hydrogeotest vom 19.11.2014!  Zum Bezugstext

@Hydrogeotest

Die Absicherung mittels Niveausonden hat ganz klar ihre Vorteile. Aber gerade in diesem Fall mit 70m tiefem Wsp. und 4" Ausbau würde ich davon abraten.

Ich habe im Sommer ein Komplettset der Zehnder TM verbaut. Da war ein Trockenlaufschutz namens Hydrostop dabei. Bei Google findet man aber meistens nur den Hydrostop von Metabo. Diesen meine ich nicht!

Hier ein Link:
https://www.wolf-online-shop.de/Trockenlaufschutz-Hydrostop-DN-25-1-fuer-Hauswasserwerke::17992.html

Dieser Trockenlaufschutz funktioniert wie ein umgekehrter Druckschalter. Fällt der Druck in der Leitung unter dem eingestellten Wert wird die Stromversorgung unterbrochen. Mittels Schütz kann das Teil ja auch für Drehstrom verwendet werden.

Das Rückschlagventil der Pumpe muss dazu allerdings ausgebaut oder angebohrt werden. Zwischen Hydrostop und Kessel muss dann ein Rückschlagventil verbaut werden.

Saugt die Pumpe nun Luft an fällt der Druck in der Steigleitung bis hin zum RV und die Stromversorgung wird unterbrochen.

Dieses System hat mir sehr gut gefallen und ich werde es in Zukunft sicher öfters verbauen.
Hydrogeotest
hydrogeotestgmail.com
(Mailadresse bestätigt)

  19.11.2014
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Pauli12 vom 19.11.2014!  Zum Bezugstext

... was hat der bisherige Brunnen für Kenndaten gehabt?
Filterstrecke von - bis, Förderrate, Absenkung?
Warum hast du einen neuen bohren lassen?
Wolltest du den Brunnenbauer noch schnell vor der Insolvenz bewahren?
Eine Insolvenz muss nicht gleich Unfähigkeit desjenigen bedeuten.
Wenn du eine SQE-Pumpe gehabt hättest, so hättest du die nehmen können. Eine SQ-Pumpe lässt sich nicht elektronisch regeln, da fehlt die Elektronik im Motor, deshalb auch um einiges preiswerter als eine SQE-Pumpe.

Gruß
sepp-s
(Mailadresse bestätigt)

  19.11.2014

Hallo"Pauli12 da passt etwas nicht ganz zusammen.  Eine Motorsteuerung Grundfos MP204 und ein   Windkessel. Schaltet Niveau Steuerung  etwa auch
den Druck im Windkessel,ich  habe davon nichts gelesen.  Braucht man da keinen Druckschalter .Es kann doch nicht sein dass  die  Niveau Steuerung unabhängig vom Druck im Windkessel erst dann die Pumpe abschaltet  wen kein Wasser  mehr unten ist.
mfg Sepp
Pauli12
(Mailadresse bestätigt)

  19.11.2014

Ja ich freue mich über Meinung von euch.
So dann noch ein paar Richtig Stellungen.
Das mit dem Holzbalken war ironisch gemeint. Das weis  ich auch das ich keinen Holzbalken auf den Brunnen legen werde.
Brunnenschacht 1m Durchmesser ca. 1,5m tief und Wasserleitung zum Haus verlegt, das habe ich letzte Woche gemacht.
Die Grundfos Steuerung MP204 hab ich ja noch nicht.
Das die 4Zoll pumpe nicht ganz optimal ist hab ich auch schon gemerkt, aber die hab ich jetzt und wird auch keine neue kaufen.
In meinen alten Brunnen hatte ich auch ein kompletten Grundfos SQ Set. War auch sehr zufrieden damit, läuft immer noch.
Die SP3A Pumpe hat mir mein "BRUNNENBAUMEISTER" empfohlen, der ja pleite ist.
Hydrogeotest
hydrogeotestgmail.com
(Mailadresse bestätigt)

  18.11.2014
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Brunnenbaumeister vom 18.11.2014!  Zum Bezugstext

Zitat "Brunnenbaumeister":
"Die Pumpe würde ich gleich nach ganz unten hängen(halber Meter übern Boden). Das stückweise Absenken bringt eigentlich nichts."

... das sehe ich auch so.
Unten einbauen, damit auch die Rückstände im Brunnen von unten beseitigt werden.
Dann mit 1m³/h beginnen und schauen wo sich der Wasserspiegel dann einregelt, dasselbe Spiel dann mit 2 und 3 m³/h.
Falls eine Absenkung des Wasserspiegels über 1 m erfolgt, dann kannst du zwischendurch (wenn sich die Absenkung nicht mehr groß verändert)auch mal die Pumpe abschalten, das Wasser ansteigen lassen und dann wieder anschalten. Die hydraulischen Effekte unterstützen das Klarpumpen. Die Feinbestandteile werden dadurch besser aus dem Filterkies und dem umgebenden Gebirge entfernt und der Filterkies kann  sich optimal packen (anordnen).
Es bringt nichts, die Pumpe stückweise nach unten zu bringen, wenn du segmentartiges Klarpumpen meinst, so von unten nach oben, aber bei 6 m Filterlänge völlig überflüssig.

Je nach Absenkung bei den einzelnen Förderstufen kann man dann die mögliche Förderrate und Einbautiefe ermitteln. Die Pumpe hast du ja nun schon...

Auf die die Motorsteuerung Grundfos MP204 hätte ich verzichtet!
Auch glaube ich nicht, das der Motor deiner Pumpe (MS402 1,5KW) den notwendigen Temperaturfühler hat, um die Temperatur zu überwachen.
Beim MP204 erfolgt das Abschalten bei erhöhter Stromaufnahme und das erst, wenn die Pumpe eine Weile schon Luft gezogen hat. Für deine Zwecke wohl nicht das, was du benötigst. Ist auch nicht meine Vorstellung von Niveauregelung / Trockenlaufschutz.
Du hast einen Haufen Funktionen, die du nicht verwendest, aber mit bezahlt hast. Der Verkäufer versteht sein Handwerk (das Verkaufen) gut...

Ein normaler Motorschutzschalter und eine simple Niveausteuerung mit 3 Elektroden hätten gereicht. Vorteil: über die Elektroden wird die Pumpe bereits bevor sie trocken läuft abgeschaltet und du kannst den Aus- und Einschaltpunkt exakt festlegen! Statt der 3. Elektrode könnte man ggf. auch das Massekabel der Pumpe verwenden.

Drahtseil am Holzbalken... wie willst du oben den Brunnen verschließen? Ein paar hineingekrochene /-gefallene Tierchen machen Trinkwasser nicht gerade bekömmlicher und führen ggf. bei der nächsten Kontrollanalyse dazu, das der Brunnen für die Trinkwassernutzung gesperrt wird.
Ich gehe mal davon aus, das du einen Brunnenschacht (mit Belüftung) hast oder baust und von dort die weitere Leitung unter der Erde verlegst, damit alles frostfrei ist.

Bei dem von dir angegebenen Jahresverbrauch sind das auf die Stunde runter gerechnet gerade mal 20 Liter.
Das ist also noch nicht mal 1% von dem, was deine Pumpe mit Nennleistung 3 m³/h zu fördern vermag.
Wenn du also deine Pumpe in der optimalen Kennlinie betreibst, so fördert sie am Tag gerade 1 bis 2-mal max. für keine 10 min Wasser.

Ich hätte dir für deine Zwecke eine SQE (3 Zoll-Pumpe) mit Konstantdruckpaket empfohlen. Zusammen mit einem Bedienteil R100 hättest du dann die Drehzahl deinen Bedürfnissen und den Gegebenheiten (Ergiebigkeit des Brunnens) anpassen können.

Ich kann mich nur wiederholen... allgemein gilt:
1. den Brunnen bohren
2. die Ergiebigkeit / mögl. Entnahmemenge beim Klarpumpen / Pumpversuch ermitteln
3. bei Trinkwasserbrunnen die Wasserqualität untersuchen

4. UND dann - wenn alles passt-> die geeignete Pumpe und notwendige Zubehör auswählen und kaufen.
Zu große Pumpen kosten nicht nur mehr, sie brauchen auch mehr Strom, was sich auf die Dauer aufsummiert. Außerdem ist sinnlos viel Druck der manuell gedrosselt werden muss auch nicht optimal für die komplette Anlage .

Ein Zitat von dir: "Würde mich über viele Meinungen freuen, oder was ihr anders machen würdet."

Freust du dich jetzt wirklich über das, was du eben von mir gelesen hast???
Du fragst immer erst nachdem du bereits Tatsachen geschaffen hast, von daher finde ich es müßig dir im Nachgang dann die Fehler oder besereen Lösungen aufzuzeigen.

Mit dem Windkessel kann ich dir nicht weiterhelfen, das ist nicht mehr mein Fachgebiet.

Ach so - kein Loch ins Rückschlagventil!

Gruß
Brunnenbaumeister
(Mailadresse bestätigt)

  18.11.2014
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Pauli12 vom 18.11.2014!  Zum Bezugstext

Woher weißt du das der Ruhewasserspiegel bei ca. 70m ist?

Die Pumpe würde ich gleich nach ganz unten hängen(halber Meter übern Boden). Das stückweise Absenken bringt eigentlich nichts.
Pauli12
(Mailadresse bestätigt)

  18.11.2014

Hallo zusammen

Sorry für die späte Antwort. Leider hab ich das neue Kabel noch nicht bekommen. :-(
Der neue Brunnen soll für Trinkwasser genutzt werden. Für ein großes Wohnhaus. Wasser verbrauch ca. 150m³ im Jahr
Am Brunnenausbau kann ich nicht mehr ändern. Wenn ich das neue Kabel habe werde ich wieder alles zusammenbauen (Pumpe, Rotgussfitting, PE100 Leitung 32mm) Kabel werde ich ca. alle 5-10m an der PE Leitung befestigen. Wollte da eigentlich Kabelbinder verwenden.
Drahtseil hab ich jetzt 4mm Edelstahl 7x19 ca. 900kg Tragkraft.
Dann das ganze wieder runterlassen. Ach ja am Ende vom Drahtseil werde ich einen großen Holzbalken befestigen :-))
Pumpe auf 70m ablassen und laufen lassen bis Wasser sauber ist, 1m absenken und wieder Klarpumpen. Das ganze bis zum Sumpfrohr 81m Tiefe.
Danach Pumpentest und pumpe laufen lassen und schauen wie weit der Wasserspiegel absinkt. Dann entscheiden auf welche höhe ich die Pumpe hängen lasse.
Wenn das alles funktioniert, wird die Anlage ans Haus angeschlossen.
Windkessel (Austria email) 200-300L weis noch nicht genau welchen. Druckschalter und die Motorsteuerung Grundfos MP204.
So ich hoffe das sind genug Infos. Würde mich über viele Meinungen freuen, oder was ihr anders machen würdet.

MFG

Hydrogeotest
hydrogeotestgmail.com
(Mailadresse bestätigt)

  16.11.2014
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Lothar Gutjahr vom 16.11.2014!  Zum Bezugstext

Hallo Lothar,

ich hatte schon weiter unten einen Link zu einem Verkäufer auf xBay hinterlassen.
Das Band hat auf der Verpackung die Bezeichnung "NITTO PLASTIC TAPE".
Es gibt unterschiedliche Farben, Breiten und Längen.
Nr. 21 und der Hersteller NITTO.
Die 2 Angaben reichen aus, um über Suchmaschinen bzgl. Anbieter und Eigenschaften reichlich fündig zu werden.
Das Band wird nicht brüchig, löst sich nicht auf und selbst nach Jahren im Wasser bleiben beim Ablösen keine Kleberückstände zurück.
In reinen Trinkwasserbrunnen sollte es aber nicht verwendet werden. Es ist ein Produkt der Chemie und gibt als solches auch in sehr geringen Mengen Inhaltsstoffe ab.
Vermutlich ist dies aber nur in der ersten Zeit relevant... ansonsten wäre das Band ja irgendwann brüchig oder der Kleber wäre nicht mehr wie vorher.
Beides habe ich aber unter normalen Umständen noch nicht erlebt.
Wenn man sich aber mal schaut, was so täglich an in Plastik verpackten Lebensmitteln konsumiert wird - da sind auch überall Weichmacher drin.
Es ist also alles relativ zu sehen...
Meine Erfahrungen mit dem Band sind durchweg positiv, jedoch sollte man es nicht unbedingt bei 40°C im Schatten im Auto haben.

Ebenfalls noch einen schönen Sonntag!
Gruß
Lothar Gutjahr
erfinderleint-online.de
(gute Seele des Forums)

  16.11.2014
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Hydrogeotest vom 14.11.2014!  Zum Bezugstext

Hi @Hydrogeotest,

Bemerkung zu deinem Klebeband: da Nitto einer der global player in Sachen Klebebänder ist und somit auch über eine riesige Vielfalt an Klebebändern verfügt, kann dein interessant klingender Tip nicht hilfreich sein, wenn nicht eine Produktnummer dabei erwähnt wird.Wir dulden hier keine Werbung; so ein grundlegender Tip sollte aber mit der Produktnummer bezeichnet werden können. Danke!
Schönen Sonntag wünscht

Lothar

Hydrogeotest
hydrogeotestgmail.com
(Mailadresse bestätigt)

  15.11.2014
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Brunnenbaumeister vom 14.11.2014!  Zum Bezugstext

@ Brunnenbaumeister
Ja... da hat wo jeder so seine eigene Philosophie.
Bei 100er Ausbau, einer 4 Zoll Pumpe und PE-Rohr würde ich auf alle Fälle so vorgehen, wobei ich nach einiger Zeit die Lastverteilung zwischen Rohr und Stahlseil angleichen würde.
Gummis sind nach einigen Jahren rissig und ausgeleiert. Das Nitto-Tape war sogar noch nach über 10  Jahren im Wasser i.O. - bis auf Wärme und einige Lösungsmittel scheint das Band/ Kleber absolut inert gegen Einflüsse zu sein.
Was konkret notwendig ist an Maßnahmen lässt sich ja erst sagen, wenn Pauli die Infos gegeben hat.
In Bezug auf die Kühlung wissen wir beide ja um die Qualität der 400V Motoren.
Wünsche ein schönes Wochenende!
Brunnenbaumeister
(Mailadresse bestätigt)

  14.11.2014
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Hydrogeotest vom 14.11.2014!  Zum Bezugstext

@Hydrogeotest

Bei mir hängt die Pumpe/Last immer am PE-Rohr. Kabel und Edelstahlseil befestige ich locker mittels originaler Kabelgummis am PE. So ist alles flexibel und 100% haltbar. Klebeband nehme ich nur bei Pumpversuchen.

Bei der SP habe ich auch keine Bedenken um die Überhitzung des Motors. Ein mehrstündiger Dauerlauf wird sowieso die Ausnahme sein.
Hydrogeotest
hydrogeotestgmail.com
(Mailadresse bestätigt)

  14.11.2014
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Brunnenbaumeister vom 14.11.2014!  Zum Bezugstext

@Brunnenbaumeister

am Brunnenausbau eigentlichen lässt sich ja nichts mehr ändern, da ja fertig.
Selbst einen Kühlmantel bekommt er in einen 100er Ausbau ja nicht mehr rein.
Aber die 4 Zoll Drehstrommotoren sind auch ziemlich robust und hart im Nehmen bzgl. Temperaturen.
Notfalls muss unten ein kleiner Bypass realisiert werden, über den ein geringer Teilstrom am Motor vorbei nach unten geleitet wird und diesen kühlt. Gleichzeitiger positiver Nebeneffekt, die Strömung nach unten verhindert Ablagerungen um den Motor herum.

Beim Einbau einer Pumpe mit PE-Rohr nehme ich NIE das Stahlseil direkt mit in die Fixierung des Steigrohr und des Kabels. Eine PE-Leitung hängt beim Einbau nie gerade nach unten, es hängt sich erst mit der Zeit aus. Wichtig ist, das Pumpenkabel so längenmäßig am Steigrohr zu fixiert, das es später nicht unter Spannung kommt.
Das Gewicht des Ganzen trägt das Stahlseil und das Pe-Rohr rutscht an diesem auch etwas entlang, so das ggf. auch das Befestigungsband durchtrennt wird. Deshalb fixiere ich das PE-Rohr immer mit dem Kabel und das Stahlseil separat an beidem. Erst einmal rum mit dem Nitto-Tape und dann erst das Stahlseil mit eingebunden. Wird das Tape dann vom Seil durchgeschnitten / gerubbelt, fällt es nicht ab und reißt das Stahlseil mal, ist Steigrohr und Kabel immer noch verbunden, so das man daran ziehen kann.
Selbst wenn zwischendurch das Kabel beim Ziehen reißt, das Nitto-Tape ist dermaßen reißfest, das alles immer noch zusammen hält. Allerdings fixiere ich spätestens aller 4-5m.
Das Verfahren ist Härtefall erprobt ;-)
Ich bevorzuge für meine Zwecke Steigrohr (z.B. NORIP), aber ich baue ja auch meine Pumpen nicht dauerhaft ein.

@ Pauli
was du mit: "loch in RV" meinst, ist mir jetzt klar.
RV=Rückschlagventil
Das besagte Loch wird reingemacht, damit die Steigleitung langsam leerlaufen kann.
Ob das in deinem Fall sinnvoll ist, hängt vom geplanten Einsatz und der restlichen eingesetzten Technik ab.
Das Loch wäre z.Bsp. sinnvoll, wenn du deine Leitungen nicht frostfrei verlegst. Dann würdest du natürlich auch eine Belüfter in der Leitung benötigen.

So mal als Info für Interessierte nebenbei: statt das ganze Rückschlagventil zu entfernen, wählt man die Variante mit dem Loch im RV aus folgendem Grund:
Wenn die Wassersäule im Steigrohr nach Abschalten der Pumpe mit voller Wucht nach unten strömt, wirken ziemliche Kräfte auf die Lager in der Pumpe und diese können zerstört werden. Dann spricht man vom sogenannten "Wasserhammer".

Brunnenbaumeister
(Mailadresse bestätigt)

  14.11.2014

Ich hoffe du hast/hattest bereits einen Brunnen, denn ein 81m tiefer Brunnen mit ca. 70m RWsp. hört sich erstmal ziemlich riskant an.
Aber da du weißt das der Wasserspiegel bei 71m liegt gehe ich davon aus das es nicht der erste Brunnen ist.

Warum hat der Brunnenbauer den Brunnen nicht klar gepumpt?
Die Pumpe sollte nicht im Filter hängen, da im Bereich des Pumpeneinlaufes eine erhöhte Strömung herrscht und es somit zu einem Sandeintrag kommen kann. Im Sumpfrohr sollte die Pumpe auch nicht hängen, da sie dort nicht ausreichend gekühlt wird(ohne Kühlmantel).

Es wäre sinnvoll gewesen im Filterbereich einen Meter Vollrohr zu verbauen.

Wenn der Brunnen gut läuft kannst du die Pumpe aber noch nachträglich höher ziehen.

Für eine automatische Belüftung muss das Rückschlagventil der Pumpe ausgebaut werden oder aber man bohrt ein Loch(ca. 10mm) hinein. Das Belüftungsventil sitzt normalerweise direkt unter dem Brunnenkopf. Das ist bei dir aber nicht so gut da dann 70m Leitung leerlaufen. Die Luftmenge beim Start der Pumpe ist dadurch sehr hoch und es kann vielleicht zu Problemen mit dem Entlüfter kommen(abhängig von Kesselgröße).
Den Belüfter könntest du allerdings zB. auch bei 50m zwischen die Leitung setzen.

Zum Einbau der Pumpe:

Kabel und Edelstahlseil sollte man immer an der Steigleitung befestigen. Bei 80m Länge wenigstens alle 10m. Entweder mit einem guten Gewebeband/Isolierband oder mittels richtiger Kabelgummis. Kabelbinder sind nicht so gut da sie gerne mal einschneiden und scheuern. Beim original Grundfos-Kabel sollte es da aber auch kein Ärger geben, da es relativ weich ist.

Wenn dir dann was aus den Händen rutscht hängt alles maximal 10m tiefer und nichts kann sich verklemmen.

Wobei ich einen 80m tiefen Brunnen in DN100 sowieso ungünstig finde. Vor allem bei der Verwendung einer 4" Pumpe. Der Aufpreis für 115er Rohre liegt bei ca. 2€/m. 160€ mehr bei einem 80m Brunnen sind nicht viel, erleichtern aber so einiges.
Besonders wenn die Pumpe im Filter hängt und sich Eisen/Mangan/Mineralien im Filterbereich über der Pumpe absetzen und den Durchmesser verringern.
sepp-s
(Mailadresse bestätigt)

  13.11.2014
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Pauli12 vom 12.11.2014!  Zum Bezugstext

Hallo Pauli12
Da meinst du Wohl eine Rückschlag -Belüfter Kombination welche  bei Anlagen  mit Windkessel etwa einen   Meter oberhalb  des Wasserstandes liegen soll damit bei jeden einschalten immer etwas  Luft in den Windkessel befördert wird  und so ein Luftpolster im Windkessel entsteht. Wen bei dir ein   Membrankessel  eingebaut ist /wird dann entfällt die  RV- Belüfter -Kombination.
Oben  am Brunnen muss unbedingte ein Brunnenkopf montiert werdenn

Ein RV an der Pumpe  muss dann aber unbedingt vorhanden sein.
Bezüglich der Pumpe  so muss diese unbedingt oberhalb der  Filterstrecke eingebaut werden was bei deinen Brunnen wegen der langen Filterstrecke schwer  möglich ist .
mfg Sepp
Hydrogeotest
hydrogeotestgmail.com
(Mailadresse bestätigt)

  13.11.2014
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Pauli12 vom 12.11.2014!  Zum Bezugstext

Hallo Pauli,
mal vorab - das Kabel hätte nicht zwingend von Grundfos sein müssen, nur wegen dem Stecker??? ... die gibt es auch einzeln und das Kabel einzugießen ist, gewisser Sorgfalt vorausgesetzt, nicht das Problem.
Auch an den Rest von unten hätte man ein geeignetes Kabel (z.B. H07RN-F) neu ansetzen können.

Belüftungsventil muss nicht unbedingt sein - warum? Es ist kein Brunnenschacht. Wenn du einen Schacht setzt, und unten in 2 od. 3m Tiefe ist dann das Ende vom Brunnen, dann sollte schon belüftet werden, denn es steigt bestimmt später mal jemand rein.
Was aber ist "loch in RV"??
Der Brunnen sollte oben soweit dichtsein, das er gegen hereinfallende Teile, Tiere, eindringendes Wasser usw. abgesichert ist.
Auch der Bereich zwischen Brunnenrohr und dem Bohrloch muss abgedichtet werden, damit kein Fremdwasser von oben eindringen kann.
Zu allem anderen müsstest du erst einmal verraten, wie der Brunnen des Brunnens oben aussieht oder mal aussehen soll.
Was du auch noch nicht geschrieben hast:
- welche Nutzung (Trinkwasser / Brauchwasser)
- Entnahmemenge und -dauer
- brauchst du Menge und/oder Druck
- was kommt hinten noch alles dran

Alles Informationen die benötigt werden, damit man sich eine Vorstellung vom Vorhaben machen kann.
Was in dem einem Fall richtig sein kann, ist im nächsten falsch.

Ich hoffe mal, das der Brunnen die gewünschte / benötigte Leistung letztendlich auch bringt.

Normalerweise wird erst der Brunnen klargepumpt und ein Leistungstest (Pumpversuch gemacht. Anhand dieser Ergebnisse, unter Berücksichtigung der Druckverlusthöhe (abhängig von Steighöhen und Rohrlängen/-querschnitt), sowie der benötigten Fördermenge wird eigentlich erst dann die geeignete Pumpe ausgewählt.

Deshalb immer erst sicher sein, das der Brunnen die gewünschte Förderleistung bringt und dann die Pumpe und Steigleitung auswählen.

Lt. Kennlinie bekommst du 3m³/h aus 110m Tiefe. Abziehen musst du dann schon mal 11 m an Druckverlusthöhe auf 100m.
Bei einer Förderleistung von 2,5 m³/h dürften es geschätzt ca.150 m ohne Druckverlusthöhen sein.
Hoffe die Planung hat der Brunnenbauer noch ordentlich gemacht.

Die Einbautiefe der Pumpe stellen wir mal bis zum erfolgten Pumpversuch zurück. Probiere die gewünschte Fördermenge über eine deiner Anwendung angemessenen Zeit mal aus und gib dann mal die max. Absenkung + dazu gehörige Fördermenge bekannt.

Lass oben nach Möglichkeit noch soviel Leitung, Stahlseil und Pumpenkabel frei dran, das du später auch mal wieder die Pumpe tiefer hängen kannst. Falls im Sommer der Wasserspiegel sinkt oder du ganz einfach mal unten sauber pumpen musst.
Die Pumpe im endgültigem Betrieb sollte mit dem Motor nach Möglichkeit schon einen Meter über dem Pumpensumpf sein.

Gruß
Pauli12
(Mailadresse bestätigt)

  12.11.2014

Hab noch ein paar Fragen an die Brunnenbauer Profis hier.
Wie würdet ihr einen Brunnen neu einrichten
Was ich habe:
Brunnen DN100
81m Teufe
1m Sumpfrohr Boden geschlossen
6m Filterrohr
Der Rest geschlossenes Brunnenrohr
Wasserstand 71-81m
Grundfos SP3A-25
PE100 Steigleitung 32mm PN 16
Edelstahldrahtseil 7x19 4mm

Brunnen ist neu gebohrt, muss noch klargepumpt werden.
Dann hab ich jetzt einiges über belüftungsventil gelesen und loch in RV gelesen ?
Meine Frage deshalb weil mein Brunnenbauer leider pleite ist und ich schon genug ärger mit dem Typen hatte
Würde mich über viele meinigen freuen

MfG
Pauli12
(Mailadresse bestätigt)

  12.11.2014

Hallo Sepp s

Ich habe wieder das Orig. Grundfos Kabel mit dem Orig. Stecker genommen. An der Pumpe ist auch schon ein Stück Kabel mit dem Orig Kabel.

sepp-s
(Mailadresse bestätigt)

  12.11.2014
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Pauli12 vom 12.11.2014!  Zum Bezugstext

Hallo Pauli12    wie verbindest  du das neue Kabel mit der Pumpe?


mfg sepp
Hydrogeotest
hydrogeotestgmail.com
(Mailadresse bestätigt)

  12.11.2014
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Pauli12 vom 12.11.2014!  Zum Bezugstext

... das solltest du noch holen:
Nitto-Tape
http://www.ebay.de/itm/Isolierband-Nitto-21-0-15-m-0-19mm-x-50mm-x-10m-Tranparent-Neu-/151398971000?

Gruß
Pauli12
(Mailadresse bestätigt)

  12.11.2014

So hab alles wieder neu bestellt
Edelstahldrahtseil 7x19 4mm
Grundfos kabel 4x2,5
PE100 Steigleitung 32mm
Raufoss Messing Verbinder 32mm x 1,1/4
Nächste Woche neuer Versuch, pumpe wieder runterlassen und mit klarpumpen beginnen.
Lothar Gutjahr
erfinderleint-online.de
(gute Seele des Forums)

  11.11.2014
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Pauli12 vom 10.11.2014!  Zum Bezugstext

Hallo Pauli12,

das kann ich mir gut vorstellen, daß die Bierchen geschmeckt haben. Mein Glückwunsch auch noch ins Nachbarländle.

LG Lothar
Hydrogeotest
hydrogeotestgmail.com
(Mailadresse bestätigt)

  11.11.2014
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Pauli12 vom 11.11.2014!  Zum Bezugstext

Hallo Pauli,

normalerweise wird der Wasserstand von oben gemessen angegeben.
Ansonsten  wird der Wasserstand über der Pumpe oder 10m Wasser im Brunnen angegeben. Dann gibt es auch keine Missverständnisse.
Ihr werdet ja bestimmt noch einen Pumpversuch machen. Einmal mit der Fördermenge die im Betrieb gefahren wird und eine weitere Förderstufe mit etwas höherer Fördermenge.
Je nachdem, wie sich die Absenkung des Wasserspiegels im Brunnen entwickelt, könntest du dann die Pumpe evtl. auch noch etwas höher hängen.

Bzgl. Edelstahlseil - ich bevorzuge äußerst flexibles um Knicke zu vermeiden. Allerdings baue ich damit ja häufig Pumpen ein und aus, da meist ja nur für Versuche.
Meine Wahl wäre 7x19.
Für dich wäre 7x7 ausreichend, hat eine höhere Bruchkraft und ist etwas preiswerter.
Normalerweise soll die Bruchlast das 5-fache betragen. Du hattest alles in allem 120 kg angegeben.
Also 3mm etwas knapp lt. Vorgabe, sollten aber reichen.
Gut wäre es, wenn du am Stahlseil unten gleich eine Kausche mit 2 Presshülsen (Kupfer) verpressen lässt, das ist deutlich stabiler als jede Drahtseilklemme.
Bei VA-Seil keine Presshülse(n) aus Aluminium nehmen, die korrodieren ruck zuck weg!  
Am oberen Ende noch eine Befestigung für einen Strick zum sichern, dann kann es auch mal aus der Hand rutschen ohne das auch gleichzeitig die Gesichtzüge entgleiten.

Dann wünsche ich mal, dass die restlichen Arbeiten gut von der Hand gehen und dann alles lange und zur Zufriedenheit funktioniert.
Gruß
Pauli12
(Mailadresse bestätigt)

  11.11.2014

Ja stimmt der Wasserstand beträgt 10m. Also von 71-81m
Die Pumpe war ganz unten ja nicht in Betrieb, Sie wurde eingebaut und vorsichtig bis ganz unten abgelassen und dann wollten wir die Pumpe ca. 1m wieder hochziehen und dann war das Seil weg. Aber egal das Teil ist wieder oben und alles ist gut :-)
Welches Edelstahldrahtseil würdet ihr nehmen, muss ja ein neues kaufen 7x7 oder 7x19 oder gleich etwas anderes ?
sepp-s
(Mailadresse bestätigt)

  11.11.2014
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Hydrogeotest vom 11.11.2014!  Zum Bezugstext

Hallo Hydrogeotest" aus   seinen Beitrag   entnehme ich  dass der Wasserstand nur 10 Meter beträgt,  demnach ist es nötig  die Pumpe  tief zu hängen. Aber dies  gleich ganz unten  ist sicher falsch.

mfg Sepp
Hydrogeotest
hydrogeotestgmail.com
(Mailadresse bestätigt)

  11.11.2014
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Pauli12 vom 10.11.2014!  Zum Bezugstext

Na Pauli,
dann mal meinen Glückwunsch!
Da habt ihr richtig Glück gehabt und der feinfühlige Staplerbediener ist natürlich dabei auch eine große Hilfe gewesen.

Durch den oberflächennahe Grundwasserspiegel ist das Stahlseil ja vermutlich nicht zu weit unten gewesen.

Ich klebe immer das Steigrohr und das Kabel in Abständen von ein paar Metern mit einem speziellen Band (ist auch noch nach 10 Jahren im Wasser intakt) zusammen, so kann man notfalls noch an beidem zusammen ziehen.
Ein mit einem Haken eingefangenes Stahlseil halte ich dann beim Ziehen nur unter Spannung, sozusagen als zusätzliche Sicherung. Erst wenn ich sicher bin, das es weiter unterhalb keine Beschädigung mehr am Seil gibt, hänge ich es zum Ziehen direkt an.
Durch einen Knick im Seil sinkt die Bruchlast so rapide, das mir das einfach zu gefährlich ist.
Wenn du einmal erlebt hast, wie ein Seil reißt und alles nach unten rauscht, dann weißt du wovon ich spreche.
In dem Moment ist dir dann die Pumpe egal, wenn da irgendwo noch die Hand dazwischen steckt, dann dankst du nur dem guten Handschuh der deine Hand geschützt und an Stelle von ein paar Fingern auf den Weg in die Tiefe ist...

Das Stahlseil hätte eh erneuert werden müssen. das Kabel ist ärgerlich, aber ggf. kannst du das ja wieder neu verbinden, falls es nicht zu sehr gedehnt wurde und innen die Ader gerissen sind.
Alles in allem besser, als man bekommt die Pumpe und die restlichen Teile nicht raus. Dann muss ggf. der Brunnen überbohrt und neu errichten werden. Von daher waren die Bierchen wohl mehr als angebracht.

Aber mal eine andere Frage - warum wurde die Pumpe ganz unten eingebaut? Senkt ihr den Wasserspiegel soweit ab?
Es besteht die Gefahr, das die Pumpe unten durch feine Sedimente (Ablagerungen) regelrecht einzementiert wird. Außerdem dürfte dem Motor ggf. die Kühlung nicht ausreichen, da von unten nun mal kein Wasser am Motor vorbei strömt.
Die Einbaulage der Pumpe könnte dir früher oder später das nächste Problem bescheren.

Gruß

Pauli12
(Mailadresse bestätigt)

  10.11.2014

Bergung war heute erfolgreich, Pumpe mit Leitung Kabel und Seil konnte geborgen werden :-)))) danach gab ein paar Bierchen

Erstmal danke für die schnellen Antworten, dachte nicht das ich hier schon schnell Hilfe bekomme.

Falls noch jemand Interesse hatte, hier noch ein paar Daten
Brunnen 81m
Durchmesser DN 100
Pumpe Grundfos SP3A-25
Wasserstand genau 10m
Kabel original Grundfos 4x2,5
PE100 Steigleitung 32mm
Edelstahldrahtseil 3mm
Gesamtgewicht war ca.120kg
Pumpe war ganz unten bei 81m

So das ganze Unglück begann als das Drahtseil reingefallen war. Natürlich haben wir gemacht was man nicht machen soll, wir wollten die Pumpe an der PE Leitung ziehen. Nach ca 8m Pumpe war fest. :-(
Danach neues Drahtseil gekauft mit einem kleinen Haken und mit angeln begonnen. Konnte sehr schnell das alte Drahtseil einfangen und dann an dem neuem Seil das ganze zu ziehen. Als Hilfe haten wir einen kleine Teleskop Stapler mit einem gefühlvollen Bediener. Nach ca. 30 min und SEHR Glück war alles gehoben.
Leider gab es ein paar Schäden. Kabel und Draht Seil sind kaputt. Aber egal Hauptsache die Pumpe ist wieder oben.

Mfg
Hydrogeotest
hydrogeotestgmail.com
(Mailadresse bestätigt)

  10.11.2014

Hallo Pauli,
wenn Lothar "hm" sagt, so sage ich mal "upps"

Wird nicht einfach, ist aber nicht ganz hoffnungslos...
1. Erst mal nicht an der Pumpe ziehen!
2. Das Seil muss erst "gefangen" werden, dann gesichert und dann mit der Pumpe nach oben geholt werden.
Ist das Stahlseil zwischendurch nicht befestigt, so liegt es um das Steigrohr zusammengekringelt irgendwo auf der Stecke.
3. der vorgeschlagene Widerhaken ist zwar schon der richtige Weg, aber etwas speziell gefertigt muss das Teil doch schon sein. Das Seil darf später unter gar keinen Umständen durch den Haken rutschen. Er muss das Seil sicher klemmen, darf es aber nicht einschneiden.

Folgende Informationen wären noch hilfreich:
- wo ist der Wasserstand?
- wie ist der Brunnen übertage ausgeführt?
- wo hängt die Pumpe und wie ist die am PE-Rohr befestigt?
- ist das Pumpenkabel an der PE-Leitung mit Band oder Kabelbindern befestigt?
- ist ein Rückschlagventil in der Pumpe? ...ggf. mit einem Loch versehen?

Welche technischen Möglichkeiten hast du normalerweise die Pumpe nach oben zu ziehen?
Das knifflige an der Sache ist, das du das Drahtseil, nachdem du es gefangen hast nur nach oben mitführen kannst. Gezogen muss die Pumpe an der Steigleitung und dem Pumpenkabel werden. Allein die Pumpe wiegt 20 kg + Steigrohr mit (?) Wasserfüllung und das Kabel (vermutlich 4x2,5 mm²) kommen noch dazu.
Wenn das Edelstahlkabel dann oben ankommt (es kommt als mehr oder weniger kleines Knäuel)und keine Knicke mehr auftauchen, erst dann kannst du es unter Last nehmen und mit dem Seil weiter die Pumpe ziehen.

Wenn sich das Seil sich unten als Knäuel verklemmt, was spätestens erfolgt wenn es an/neben der Pumpe angelangt ist, kann man es nur noch mit roher Gewalt versuchen, aber dem gebe ich noch nicht einmal 5% Chancen au Erfolg.

Deshalb - erst mal nur sichern und bevor dann angefangen wird, muss die Logistik klar sein.
Bedeutet, für alle möglichen zwischenzeitlich auftretenden Fälle muss das notwendige Werkzeug bereitliegen und die Vorgehensweise klar sein.

In einem ähnlichen Fall habe ich eine Pumpe (eine 3Zoll) aus 100m (Wasserstand bei 90m) geborgen, da war allerdings alles im Brunnen (auch 100er Ausbau).
Kabel, PE-Steigrohr, Edelstahlseil waren oben an einer speziellen Halterung befestigt und die Pegelkappe war mutwillig aufgebrochen und die Sicherungen entfernt worden.
Das Enden vom Kabel und PE-Rohr waren dann ein paar Meter im Brunnen und das Stahlseilknäuel war irgendwo zwischen 40 - 50 m.

Auch wenn die Vorbereitungen und das vorhandene Equipment perfekt sind, es gehört auch viel Glück dazu, dass die Bergung dann auch gelingt.
Wir waren damals zu Dritt, die Pumpe hatte kein 100% schließendes Rückschlagventil, da nur ab und an darüber eine Kontrollprobe genommen wurde, somit hatten wir beim Ziehen nicht noch das zusätzliche Gewicht des Wassers im Steigrohr.
Da ich die Pumpe selbst eingebaut hatte, wusste ich auch, wie alles verbaut war.
Gezogen haben wir das alles über Schlupfe von Hand und mit Hilfe von 2 Dreiböcken und einer Sicherungsbackenklemme.

Dann mal her mit den restlichen Infos und dann mal schauen, was die beste Lösung ist, bzw. beachtet werden muss.
Gruß
Lothar Gutjahr
erfinderleint-online.de
(gute Seele des Forums)

  09.11.2014

Hm,

wenn das Seil aus Edelstahl ist, mußt du hoffen mit einem harpunenähnlichen Haken (Pfeilform mit Widerhaken) eine Schleife des Seiles einzuhaken.

Wäre es aus normalem Stahl, könnte man vielleicht auch einen starken Magneten verwenden. Erste Variante geht natürlich bei beiden Varianten.

Viel Glück!

Lothar



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