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Kategorie: > Technik > Wasseraufbereitung
Unterirdische Enteisenung
Stephan
(Mailadresse bestätigt)

  23.09.2013

Hallo Forum!

Nachdem ich mir als stiller Mitleser etwas Verständnis zur unterirdischen Enteisenung aneignen konnte, habe ich dieses Prinzip nun auch erfolgreich nachgebaut.
Meine Komponenten bestehen aus ca.9m tiefem eisenhaltigen Spülbrunnen, ca.12m 1" PE Saugleitung, Vorfilter, RV, Kreiselpumpe und 150 Liter Druckkessel.
Mittlerweile steht dort noch eine ausgediente 200 Liter Regentonne die über 2 Wasserstrahlpumpen beschickt wird. Sofort nach Ende des Füllvorgangs wird der Inhalt zurückgeleitet (alles noch manuell über Kugelhähne). Bereits nach 3 Tagen war der Erfolg sichtbar. Mittlerweile kommt das Wasser klar aus dem Brunnen und bleibt auch klar, Unterschied zum Stadtwasser optisch nicht erkennbar.
Nun zu meinen eigentlichen Fragen:
Um die entnehmbare Menge an eisenarmem Wasser zu erhöhen ist es besser z.B. einmal täglich 400 Liter rückzuspülen als 2 mal täglich 200 Liter, richtig?
Vor diesem Hintergrund und da ich den Druckkessel sowiso mal gegen einen größeren tauschen möchte habe ich folgendes überlegt:
Angenommen ich nehme einen 1000 Liter Kessel, und statt der Regentonne ein 30 Liter Deckelfass o.ä mit Entlüftung.
Über die Wasserstrahlpumpe (und evtl noch 5m Schlauchrolle im Fass zum verwirbeln)  wird das kleine Fass gefüllt und nur wenn es voll ist (Schwimmerschalter mit Auslaufventil koppeln)wird das Auslaufventil geöffnet. Zulauf-und Ablaufmenge sollte man aufeinander abstimmen. Ein Notüberlauf sollte vorhanden sein.
Die Sauerstoffanreicherung und Entlüftung würde quasi im Durchlaufprinzip gemacht.
Der Vorteil wäre, man braucht keinen 2. großen Behälter, man braucht außer Zeitschaltuhr und Schwimmerschalter keinerlei Steuerung da Zu-und Ablaufventil zeitgleich angesteuert werden.
Rund 400 Liter könnte man aus dem 1000 Liter Kessel abzapfen und genug Reserve für einen halben Tag (oder mehr) WC Spülung wäre noch vorhanden ohne das die Pumpe ziehen muss. Vorraussetzung wär halt nur das der Kessel vorher voll ist.
So, langer Text geworden...
Hab ich irgendwo einen Denkfehler oder kann das so funktionieren?

Freundliche Grüße, Stephan




Anzahl der unterhalb stehenden Antworten: 10
Bernhard Janßen
wasserneuvrees.de
(Mailadresse bestätigt)

  04.10.2013
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Stephan vom 03.10.2013!  Zum Bezugstext

Hallo Stephan,

deine Kontruktion ist eine sehr gute Lösung. Wenn dass Wasser im Fass verwirbelt wird, sollte eine nahezu 100%ige Sättigung erreicht werden.

Gruß Bernhard
Stephan
(Mailadresse bestätigt)

  03.10.2013
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Bernhard Janßen vom 03.10.2013!  Zum Bezugstext

Das kommt meinem Versuch von vorhin sehr nahe, habe jetzt mal die Wasserstrahlpumpe unten im Fass positioniert (ohne Schlauch am Ausgang) und den Sauganschluss mit einem 1" Schlauch nach oben geführt. So herrscht mächtig Bewegung im Wasser, man sieht nur noch Luftblasen.Das Wasser von der Strahlpumpe mit einem Schlauch nach unten führen hab ich auch schonmal probiert, allerdings drücken dann die Luftblasen beim Abschalten des Zulaufs immer Wasser aus dem Sauganschluss, da hätte evtl. ein Rückschlagventil geholfen.
Bei der Brause hätte ich Bedenken das ein zu hoher Gegendruck aufgebaut wird und das Wasser nachher aus dem Sauganschluss drückt. Hat Du das schonmal probiert?
 

Gruß Stephan
Bernhard Janßen
wasserneuvrees.de
(Mailadresse bestätigt)

  03.10.2013
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Stephan vom 02.10.2013!  Zum Bezugstext

Noch eine Ergänzung:

Wichtig ist, dass die Wasserstrahlpumpe die Luft außerhalb des Fasses ansaugt, eventuell über einen kleinen Luftfilter, damit nur saubere Luft ins Wasser kommt.

Das mit Luft angereicherte Wasser von der Wasserstrahlpumpe kann man dann mit einem Schlauch nach unten ins Fass führen und dort noch einen ausreichend großen Brausekopf anschließen, weil kleine Luftbläschen auf dem Weg nach oben wohl besser vom Wasser aufgenommen werden.

Gruß Bernhard
Bernhard Janßen
wasserneuvrees.de
(Mailadresse bestätigt)

  03.10.2013
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Stephan vom 02.10.2013!  Zum Bezugstext

Es spielt wohl kaum eine Rolle, ob man jetzt eine 100%ige oder 90%ige Sättigung erreicht. Die Sauerstoffsättigung ist auch von der Temperatur und vom Druck abhängig. Warmes Wasser kann weniger Gase aufnehmen.

Die Abhängigkeit vom Druck ist noch extremer:
Bei doppeltem Druck kann Wasser die doppelte Menge an Gasen aufnehmen. So hat man z.B. mit einer Kolbenpumpe mit Schnüffelventil immer eine 100% Sättigung, wenn man das Wasser mit Luftüberschuss in einen Druckkessel fördert. Das macht sich dann in Form von Luftbläschen bemerkbar, wenn das Wasser aus dem Hahn läuft.

Gruß Bernhard
Stephan
(Mailadresse bestätigt)

  02.10.2013
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Bernhard Janßen vom 29.09.2013!  Zum Bezugstext

Besten Dank für die Infos!
Dann werde ich das mal so probieren...
Eine Frage hätte ich noch zur Wasserstrahlpumpe:
Ist der Lufteintrag/die Vermischung mit Luftsauerstoff immer proportional zur durchströmenden Wassermenge oder ändert sich das Verhältnis mit steigendem Durchfluss?
Ich könnte mir vorstellen wenn man z.B. ein 600 Liter Fass mit maximal möglichem Durchfluss der Wasserstrahlpumpe füllt hat man eine höhere Sauerstoffanreicherung als wenn man das gleiche Fass mit dem halben Durchfluss füllt, bin mir aber nicht sicher...
Im Augenblick bin ich am experimentieren mit 10m 5/4" Teichrippenschlauch am Ausgang der Wasserstrahlpumpe, hochkant aufgewickelt im Regenfass, Auslauf ganz unten im Fass. Die Massnahme müsste eigentlich die Vermischung mit Sauerstoff begünstigen.
Hat jemand schonmal mit ähnlichen Versuchen Erfahrungen gemacht?
Oder ist direktes Einspritzen mit der Strahlpumpe genauso gut?

Freundliche Grüße, Stephan

Bernhard Janßen
wasserneuvrees.de
(Mailadresse bestätigt)

  29.09.2013
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Bernhard Janßen vom 29.09.2013!  Zum Bezugstext

Berichtigung:

Kein Treppenlichtschalter, sondern eine zweite Zeitschaltuhr wird stattdessen benötigt.
Bernhard Janßen
wasserneuvrees.de
(Mailadresse bestätigt)

  29.09.2013
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Stephan vom 28.09.2013!  Zum Bezugstext

Hallo Stephan,

als Auslaufventil ist ein motorisch angetriebenes Ventil mit Kugelhahn besser wegen dem größeren Durchlauf, mindestens 1 Zoll sollte es schon sein. Neu kosten die ca. 200 €, aber gebraucht gibt es bei ebay auch manchmal welche günstig.

Der Behälter läuft jedesmal ganz leer, so dass man nur einen Schutz gegen Überlaufen braucht. Man könnte auch einen Überlauf vom Fass nach draußen leiten, dann würde eventuell schon die Zeitschaltuhr und ein Handventil zum Regeln des Zulaufs reichen.

Der  Auslauf soll öffnen, wenn die Pumpe abschaltet und bleibt bis zum Einschalten der Pumpe offen, so kann das Auslaufventil einfach mit dem Druckschalter der Pumpe mit angesteuert werden.

Wenn man zusätzlich den Steueranschluss des motorischen Ventils über einen Treppenlichtschalter-Relais mit einstellbarer Zeit anschließt, öffnet und schließt das Ventil nicht unnötig bei jedem Pumpvorgang.

Mit freundlichem Gruß

Bernhard Janßen
Stephan
(Mailadresse bestätigt)

  28.09.2013
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Bernhard Janßen vom 25.09.2013!  Zum Bezugstext

Hallo,

erstmal vielen Dank für die hilfreichen Antworten!
Bernhard, die Schaltung mit dem Membranschalter ist mir nicht ganz klar, man muss doch den oberen und unteren Füllstandsgrenzwert erfassen. Oder schaltest Du die Entleerungsmenge über eine feste Zeit?
Welche elektrischen Auslaufventile sind eigentlich empfehlenswert? Die meisten Magnetventile benötigen 100 mbar Differenzdruck zum schalten, die motorisch betriebenen Kugelhähne sind recht teuer.

Gruß, Stephan
Bernhard Janßen
wasserneuvrees.de
(Mailadresse bestätigt)

  25.09.2013

Hallo Stephan,

nimm doch ein 600l Containerfass auf Palette (passt noch durch eine 80 cm breite Tür) statt der Regentonne. Das ist erheblich billiger als ein 1000l Druckkessel. Bei dem Druckkessel hast du effektiv außerdem nur ca. 500 l Wasser pro Pumpvorgang zur Verfügung, sodass nur 100l für den Verbrauch übrig bleiben.

Das Fass kannst du mit einem elektrischen Ventil vor der Wasserstrahlpumpe und einem Membranschalter aus einer alten Waschmaschine vor dem Überlaufen schützen. Mit dem ins Fass ragenden Luftschlauch am Membranschalter kannst du die Füllmenge regulieren. Mit einer Zeitschaltuhr dazwischen kann ein nur einmaliges Befüllen pro Tag erreicht werden.

Ein zweites elektrisches Ventil am Auslauf wird mit der Pumpe parallel geschlossen, das sich schließt, solange die Pumpe läuft. Auf eine gute Abdichtung zum Saugschlauch hin ist zu achten, damit die Pumpe keine Luft ansaugt!

Mit freundlichen Grüßen

Bernhard Janßen
Dietmar Klein
(Mailadresse bestätigt)

  24.09.2013

Hallo Stephan,

könnte klappen, wenn Du quasi das angereicherte Wasser mit dem Kesseldruck wieder in den Brunnen pumpst.Dazu muss das kleine Fass aber drucksicher sein (6bar)und die Entlüftung funktionieren.


Grüße Dietmar



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