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Kategorie: > Technik > Brunnen / Quellen / Pumpen
Wie neuen Brunnen anschliessen?
Transsylvania
(Mailadresse bestätigt)

  05.04.2013

Hallo und Guten Tag,

ich bin seit einigen Tagen ein neuer und reger Leser dieses Forums, da im Zusammenhang mit unserem neuen Brunnen eine Reihe von Fragen aufgetaucht sind. Trotz der bisher gefundenen schlüssigen Antworten auf zahlreiche Einzelfragen würde ich gerne einmal die gesamte Situation schildern und um die Meinung der Forumsmitglieder bitten.
Ich habe hier ein Grundstück und Haus im schönen Lande Draculas in einem kleinen Dorf. Wasser und Abwasser sind hier noch Sache des Einzelnen, d.h. jeder hat auf seinerm Grundstück einen klassischen 6 - 12 m tiefen Ziehbrunnen oder Zisternen (Wasser wird vom Wasserwagen gekauft) und das Abwasser wird über Sickergruben entsorgt. Und leider ist es manchmal etwas schwer einen guten Rat vom hiesigen Installationshandwerk zu erhalten. Da die Brunnen der Nachbarschaft und leider auch mein eigener Brunnen nach und nach weniger Wasser liefern, bzw. in meinem Fall sogar versiegt sind, hatte ich mich entschlossen auf meinem Grundstück einen Tiefbrunnen bohren zu lassen.
Das Grundstück ist länglich und liegt mit der Schmalseite hangaufwärts. Das Wohnhaus liegt am unteren Ende des Grundstücks, es schliessen sich ein Nebengebäude und der Hof an. Anschließend steht eine alte Scheune quer von Grenze zu Grenze und hieran schließt sich der Garten an. Das Grundstück ist insgesamt ca. 120 m lang und 18 m breit und hat eine Steigung von im Schnitt 10 Prozent.
Der alte Brunnen steht unmittelbar neben dem Wohnhaus und da das technische Gerät anders keinen Zugang zu einer Bohrstelle gefunden hätte, wurde der neue Brunnen am oberen Ende des Hofs vor dem Stall angelegt. So weit so gut. Es wurde Wasser gefunden und der Brunnen verrohrt (mit den blauen 125 mm Außendurchmesser-Rohren).
Laut Bohrbericht ist der Brunnen 90 m tief, hat drei Filter zwischen 75 und 85 m, zwischen 45 und 60 m und zwischen 35 und 40 m. Kies liegt zwischen 0 und 17, bzw. 20 und 93 m, zwischen 17 und 20 m liegt ein Zementring um das Rohr.
Der Brunnen wirkt z. Zt. leicht artesisch, mit einem Gartenschlauch lassen sich ca. 2 L/Min. ableiten (auf ca. 1m Gefälle) und dann läuft nichts mehr über. Die Pumpe sollen wir bei 43 m Tiefe installieren. Das Leistungsvermögen des Brunnen wird mit ca. 2 L/Sek angegeben.
Zunächst einmal wollen wir natürlich unseren eigenen 4-Personenhaushalt mit Wasser versorgen, drei weitere Zapfstellen am Haus (Nähe alter Brunnen), am Stall und im Garten sollen den Komfort erhöhen, aber die Zapfstelle im Garten muß ja auch einen Schlauch beliefern können, der noch weiter den Hang hinauf reicht, inwiefern wirkt sich das auf den benötigten Druck aus?
Der Hausanschluß sollte kein Problem sein, das alte Hauswasserwerk im Haus wird ersetzt durch die Pumpe im Brunnen (irgend etwas Grundfos-SQE-mäßiges nach meiner jetzigen Vorstellung, nur welche? Und ist es überhaupt vernünftig, eine Pumpe für 3-Zoll-Brunnen zu wählen oder lieber eine größere?).
Vom alten Brunnen ins Haus führt ein 1-Zoll-Rohr und ich plane, das neue Rohr vom neuen Brunnen einfach an dieses anzuschließen (und natürlich das Hauswasserwerk zu entfernen). Doch welchen Rohrdurchmesser wähle ich vom Brunnen bis zum Haus? Von diesem zweigen ja noch
die drei neuen Zapfstellen (auch 3/4 Zoll wie alle Leitungen im Haus) ab.
Der Brunnenbauer wies darauf hin, dass ich einen speziellen Kopf für artesische Brunnen bräuchte, damit der "Überdruck" in die Kanalisation abfliessen und die Brunnenstube nicht vollaufen kann. Wie muß ich mir das vorstellen, ist da am Kopf eine Art Ventil dran oder nur ein Überlauf?

Also Fragen über Fragen und ich wäre für jeden Hinweis dankbar!

Yvonne



Anzahl der unterhalb stehenden Antworten: 10
Josef3
(Mailadresse bestätigt)

  09.04.2013
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von sepp-s vom 09.04.2013!  Zum Bezugstext

Hallo Sepp,   wenn es um den Krach geht wäre doch die drehzahlgeregelte Kreiselpumpe die beste Lösung, die läuft sachte an und man braucht nur nen kleinen Kessel und kann alles schön schalldicht isolieren.

Ich hab meine Kolbenpumpe als sehr laut empfunden wegen der Ventilschläge, vielleicht hatte auch die Kurbelwelle Luft und sie war deshalb so laut.
mfg Josef
sepp-s
(Mailadresse bestätigt)

  09.04.2013

Hallo Transsylvania"!
bei uns werden  derartige Brunnen  wie folgt ausgeführt :Unterwasserpumpe  Steigrohr 5/4 Zoll  zum  Windkessel 200 Liter , Ein Druckschalter zur Steuerung  der Pumpe. Anschlussleitungen nach bedarf .Problem  bei dir :Der artesische Druck  so dass  kaum eine   automatische Belüftung des  Windkessels  möglich ist.
Bei einem derart hohen Wasserstand im Brunnen baut eigentlich niemand eine Unterwasserpumpe ein da diraber eine Oberwasserpumpe zu laut ist  wäre vielleicht  eine  Kolbenpumpe die Lösung welche sehr leise  sind aber  etwa den  Preis einer Unterwasserpumpe haben.

mfg sepp
Josef3
(Mailadresse bestätigt)

  07.04.2013
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Transsylvania vom 07.04.2013!  Zum Bezugstext

In D bekommst du für 100 euro einen Kunststoffbehälter in Trinkwasserqualität der 1000 liter fasst auf Palette mit allen Anschlüssen.
Bei mir steht dieser Tank im frostsicheren Keller und wird mit einer billigen Regenfasspumpe immer voll gehalten.

Wenn draussen 30 grad minus ist hab ich 1000 liter im Hause die ich notfalls mit der Schöpfkelle in die Kaffeekanne fülle.
im Normalzustand mit Strom vorhanden drückt mir ein 300 euro billiges Hauswasserwerk das Wasser vom Tank in die 3 Wasserhähne. Fertig, bei Stromausfall hol ichs von Hand.

Die superluxus 4 Zoll pumpe brauchst echt nur wenn du alles mit einer Pumpe machen willst und das kostet das 10-fache wie 2 billigpumpen und zweistufiges arbeiten.   mfg Josef  
Transsylvania
(Mailadresse bestätigt)

  07.04.2013
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von sepp-s vom 07.04.2013!  Zum Bezugstext

Hallo Sepp, hallo Josef,

Danke für Euren Input, einiges wird für mich verständlicher unter Eurer nüchternen Betrachtung.
Leider ist hier halt das Problem, obwohl ich ganz gut rumänisch spreche, dass manche Dinge einfach nicht oder schlecht in Erfahrung zu bringen sind. Und natürlich war ich mir bewußt, dass eine Bohrfirma (es wurde übrigens eine Spülbohrung vorgenommen) im Zweifel lieber tiefer bohrt ...
Aber es ist, wie es ist. Wasser gibt es offensichtlich nun reichlich und mir geht's mittlerweile eigentlich nur noch darum, wie ich den Komfort des reichlichen Wassers vernünftig nutzen kann. Das alte Hauswasserwerk im Haus ist recht laut, daher der Trend zur Pumpe im Bohrloch. Und dann wären ja die neuen Wasserhähne Richtung Garten und im Hof, die es mir erstmals ermöglichen in den hiesigen trockenen Sommern etwas Grünes und Buntes am Leben zu erhalten. Ein Behälter müßte ja auch gekauft und zugänglich versenkt und angeschlossen werden. Also 4-Zoll-Pumpe (?) an eine 1 1/4 Zoll-Leitung (?) angeschlossen und ab damit in's Haus. Evenueller Überlauf dann in den Abfluß und die neuen Wasserhähne mit 3/4-Zoll-Leitungen (?) angeschlossen (Natürlich frostsicher, also mit Sperr- und Ablaufhahn). Bleibt so ein wenig die Frage, warum 4-Zoll-Pumpe? Ist die günstiger, haltbarer oder das Stromverbrauch/Leistungs-Verhältnis besser?
Nochmals Danke für Euren Input!

Yvonne
sepp-s
(Mailadresse bestätigt)

  07.04.2013

Hallo Transsylvania wen die zwei oberen  Filterstrecken nicht auch wasserführend wären dann käme es sicher zu keinen leicht artesischen Effekt  vielmehr würde dann das Wasser bei den oberen Filterstrecken  wieder abfließen.
Je nach  Art des Bohrverfahrens kann  auch schon während der bohrens festgestellt werden  ob   Wasser zufließt.(Spülbohren/   Hammerbohren mit Pressluft)
mfg sepp
Josef3
(Mailadresse bestätigt)

  06.04.2013
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Transsylvania vom 06.04.2013!  Zum Bezugstext

jetzt ist April, bis zum kalten Winter hast Du also 6 Monate Zeit auszuprobieren was am besten funktioniert.

Und dass Bewährte vergräbst du dann 2 meter tief=frostsicher in den Boden und kaufst dir 200 liter Sprudel.   Damit kommen 4 Personen locker über den Winter wenn mal was am Brunnen versagt.
mfg Josef

Transsylvania
(Mailadresse bestätigt)

  06.04.2013
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Josef3 vom 06.04.2013!  Zum Bezugstext

Ich weiss halt nicht genau, wieviel Wasser wirklich artesisch kommt, da das Rohr eben nur ein wenig überläuft. Damit dies nicht geschieht, haben wir ja den Gartenschlauch hinein gehängt und etwas angesaugt, sodass das Wasser jetzt in den alten Brunnen abläuft. Das Rohr läuft nicht mehr über, aber eigentlich "pumpen" wir ja durch das Ansaugen (der alte Brunnen liegt ja unterhalb des neuen). Klar, momentan haben wir wieder Wasser, aber der "Anschluß" kann natürlich nicht dauerhaft so bleiben. Im Winter haben wir hier oft tage- und wochenlang sehr tiefe Temperaturen (- 25 Grad C), deshalb müssen die Rohre, der Brunnenkopf und eventuelle Zwischenbehälter schon wohlbedacht eingebaut werden.
Transsylvania
(Mailadresse bestätigt)

  06.04.2013
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von sepp-s vom 05.04.2013!  Zum Bezugstext

Wir hatten bis 60 m gebohrt und waren auf zwei Schichten (Kies) gestossen, welche Wasser führen könnten. Allerdings konnte niemand, auch nicht der Geologe, der dann mit seiner Sonde da war, zusichern, dass Wasser sicher da wäre. Es gibt hier im Tal und auch in der Region einfach nur ein oder zwei tiefe Vergleichsbohrungen, die jeweils auch bis über 80 m gingen. Der Geologe empfahl, zur Sicherheit weiter zu bohren. Es wäre einfach eine Katastrophe gewesen, wenn wir nach der Bohrerei dann doch kein Wasser gefunden hätten. Dann kam noch eine Lehmschicht, und dann feiner Kies, bei dem dann alle sicher waren, dass die Schicht Wasser führen würde. Deshalb die 90 m. Über Nacht stellte sich dann heraus, dass das Bohrloch etwas überläuft und das kann eigentlich nur die dritte Schicht gewesen sein, denn vorher war das nicht der Fall.
Josef3
(Mailadresse bestätigt)

  06.04.2013

Hallo Yvonne,
wenn ich einen Brunnen hätte aus dem jede Minute 2 liter fliessen, ohne pumpen, dann wäre ich glücklich und würde diese 2 Liter in einen 1000Liter Vorratstank leiten und zwischenspeichern.
In 24 Stunden kämmen über 2000liter zusammen, viel zu viel für 4 Personen.
Vom Vorratstank würde ich mit der billigsten Baumarktpumpe(Hauswasserwerk) das Wasser in die bestehende alte 1-Zoll-Leitung reinpumpen.

Warum willst du eine teure 4 Zoll Pumpe im Erdreich versenken, wenn das Wasser freiwillig hochkommt??

Oder hab ich da was falsch verstanden?  mfg Josef
sepp-s
(Mailadresse bestätigt)

  05.04.2013

Hallo Transsylvania"!
wurde der Brunnen erst  durch das 90 m Loch leicht artesisch. Aus 3 verschiedenen Wasserhorizonten  Wasser zu entnehmen  ist so viel ich weiß nicht zulässig weil dies zu   einer  Vermischung  führt.
Wollte der Brunnenbauer nur viel  Geld mit der 90 m Bohrung verdienen .Ich würde eine 4 Zoll Pumpe einbauen lassen. Alles im allen  eine ziemlich abenteuerlicher und teurere Brunnen.  
Da kommen sicher noch weitere Meldungen. Ganz klar ist mir aber auch nicht wozu eine Unterwasserpumpe in 40 m Tiefe  gut sein kann wenn das Wasser sogar  überläuft.mfg  Sepp



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