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Kategorie: > Wissenschaft > Wasserqualität
Erhöhte Kupferwerte im Trinkwasser beim Kochen Baden schädli
Gast (Alexander Klement)
(Gast - Daten unbestätigt)

  31.08.2006

Guten Tag,

beim Austausch einer Opferiode im Warmwasserkessel unseres EFH (Baujahr 1996) waren an dieser grüne Ablagerungen zu verzeichnen. Der Heizungsmonteur meinte, wir sollten mal eine Stichprobenwasseranalyse zwecks Kupferwert machen. Die eigentliche Grenze von 2mg ist bekannt. Wir trinken aber so gut wie kein Leitungswasser. Daher folgende Fragen?

Kann mit dem Wasser trotzdem bedenkenlos gekocht werden?

Ist ein erhöhter Kupferwert beim Baden und Duschen ebenfalls schädlich, also bei Hautberührung über längere Zeit?

Bringt z.B. der Brita-Wasserfilter was in Sachen Kupfer?

Vielen Dank für Antworten!



Anzahl der unterhalb stehenden Antworten: 5
Gast (sepp s)
(Gast - Daten unbestätigt)

  31.08.2006
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Wulf vom 31.08.2006!  Zum Bezugstext

Hallo Allseits es liegt schon einige Jahre zurück als man von der nahen Kläranlage Klärschlamm (nur zur Düngung der Felder holen konnte ).Auf Wiesen sei dieser wegen der Gefahr das dieser Parasiten enthalte ungeeignet wurde erklärt. Man bekam eine Analyse über die Inhaltsstoffe des Schlammes, erstaunlich war dabei der überaus hohe Kupfergehalt. Dieser sei auf die Kupferkessel der  Brauerei zurückzuführen welche das Abwasser in die Kläranlage liefert wurde erklärt. Durch die Reinigung muss dann eigentlich Kupfer von den Sudkesseln gelöst werden. Geschieht das nicht auch beim Bierkochen MfG Sepp
Gast (Alexander Klement)
(Gast - Daten unbestätigt)

  31.08.2006
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Wulf vom 31.08.2006!  Zum Bezugstext

NACHTRAG:

In Bezug auf das Kochen: Gibt es denn keinen Wert, bis zu dem man sagen kann, dass mit diesem Wasser Kochen bedenkenlos möglich ist?

Zur Wasseranalyse: Ich hab nun schon eine Wasseranalyse (Stichprobe) bei der Stiftung Warentest geordert. Welche Stichprobe sollte ich da nehmen? Stagnationswasser, weil da der höchste Wert zu vermuten ist?
Gast (Alexander Klement)
(Gast - Daten unbestätigt)

  31.08.2006
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Wulf vom 31.08.2006!  Zum Bezugstext

Hallo nochmals,

hier die Daten für meinen Bereich. Im Haus sind Kupferleitungen verlegt worden.

Natrium: 20-49 mg/l
Blei: <0,005 mg/l
Nitrat: 0,9 bis 11,7 mg/l
Flourid: 0,12 bis 0,35 mg/l
Gesamthärte: 14,0 bis 25,9 dh
Karbonathärte: 8,0 bis 13,3 dh
Härtebereich: 3 bis 4
ph-Wert: 7,0 bis 7,7

TOC: ohne anormale Veränderung: 2,4

Weitere Daten unter:  
http://www.bwb.de/deutsch/trinkwasser/analyse_wasserwerk_kaulsdorf.htm

An allen Wasserhähnen befinden sich weiße Kalkablagerungen mit teilweise hellgrünem Schimmer.

Nochmals die Fragen:

Hat ein höherer als mit 2mg/l als Grenzwert angegebener Kupfergehalt im Wasser gesundheitliche Auswirkungen beim Duschen und Baden?

Wie sieht es beim Kochen aus, wenn Speisen wie zum Beispiel Kartoffeln oder Nudeln in diesem Wasser zubereitet werden?

Auf der Verpackung des Brita-Filters steht, dass Schwermetalle durch den Filter reduziert werden. Eine Lüge?

Vielen Dank für die Antworten.
Gast (Klaus J. Nick)
(Gast - Daten unbestätigt)

  31.08.2006

Hallo Alexander Klement,

die Wasserversorger sorgen normalerweise durch pH-Wert-Einstellung und/oder Aufhärtung für nicht korrosives Wasser, so daß die Kupferleitungen nicht angegriffen werden. Vielleicht gibt es eine Wasseranalyse Ihres Wasserversorgers im Internet, deren Link Sie angeben können. Dann kann ich vielleicht etwas mehr dazu sagen.

Gruß,
Klaus
Gast (Wulf)
(Gast - Daten unbestätigt)

  31.08.2006

hallo Alexander,

"Bringt z.B. der Brita-Wasserfilter was in Sachen Kupfer?"
NEIN, in der Regel enthärten die Filter das Wasser und können z. B. Chlor (sofern überhaupt im Wasser vorhanden) herausfiltern.

"Kann mit dem Wasser trotzdem bedenkenlos gekocht werden?"
Da der Kupfergehalt in Deinem Wasser nicht bekannt ist, wird Dir niemand die Frage beantworten können.

"wir sollten mal eine Stichprobenwasseranalyse zwecks Kupferwert machen"
Wenn Du wirklich eine Analyse durchführen willst UND den festgestellten Wert mit dem Grenzwert der TrinwV vergleichen willst, musst Du eine gestaffelte Stagnationsbeprobung gemäß der UBA-Empfehlung "Beurteilung der Trinkwasserqualität hinsichtlich der Parameter Blei,Kupfer und Nickel" durchführen. Auf andere Weise ermittelte Werte können nichts darüber aussagen, ob der Grenzwert überschritten ist. Der Grenzwert ist an dieses Probenahmeverfahren gekoppelt.

Sind denn bei Dir im Haus überhaupt Kupferleitungen vorhanden?
Wenn ja, wie sind denn der pH-Wert und der TOC-Gehalt in dem vom Wasserversorger gelieferten Wasser?
Ich vermute mal, dass Du dies schon abgeklärt hast (s. Frage nach TOC).
Sofern der pH-Wert größer oder gleich 7,4 ist, ist davon auszugehen, dass Kupferleitungen (die eine DVGW-Zertifizierung besitzen) kein Kupfer in solchen Mengen abgeben, dass der Grenzwert überschritten wird.
Liegt der pH-Wert zwischen 7,0 und 7,4 muss der TOC-Gehalt 1,5 mg/l unterschreiten.

Gruß
Wulf



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