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Kategorie: > Technik > Brunnen / Quellen / Pumpen
Saugpumpe fördert nicht mehr
Gast (Lothar Meyer)
(Gast - Daten unbestätigt)

  18.05.2006

Hallo Pumpenspezies,

für meinen durstigen Garten habe ich einen Hausbrunnen mit einer alten „WASSERKNECHT-Saug-Kolbenpumpe.

Alles lief seit 40 (!) Jahren, bis die Pumpe schlapp machte. Jetzt habe sich sie überholt und die funktioniert m.E. auch, das Schnüffelventil saugt jedenfalls gierig nach Luft.

Allerdings war die Brunnenanlage während der Überholung für 2 Jahr ausser Betrieb. Nachdem ich die Pumpe wieder angeschlossen habe, fördert sie leider kein Wasser.

Folgendes habe ich bisher festgestellt:

1. Wenn Druck auf dem Pumpenkessel ist und ich die Saugleitung etwas löse, spritzt Wasser heraus. Die Saugleitung steht unter Druck, wenn die Pumpe nicht läuft.

2. Der Brunnen ist 8m tief, ab 6m steht Wasser, Förderhöhe ca. 4,5m (Pumpe im Keller)

Kann es an einem Rückschlagventil liegen ?
Wo sitzt so ein Teil üblicherweise ?
Wie lässt es sich überprüfen ?
Kann man es irgendwie gangbar machen ?

Es ist frustrierend, die Pumpe ist jetzt ok und im Brunnen glitzert das Wasser, aber der Garten sitzt im Trockenen.

Für einen guten Tipp wäre ich sehr dankbar ...

Gruss
Lothar



Anzahl der unterhalb stehenden Antworten: 16
Gast (Lothar)
(Gast - Daten unbestätigt)

  21.05.2006
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Wilfried vom 21.05.2006!  Zum Bezugstext

Danke Wilfried für die brauchbaren Hinweise - und einen schönen Sonntag noch.

Das ist ein konstruktives Forum hier :-))

Gruss
Lothar
Gast (Lothar)
(Gast - Daten unbestätigt)

  21.05.2006
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von sepp s vom 21.05.2006!  Zum Bezugstext

Hallo Sepp,

der Brunnen wurde mal zur Trinwasserversorgung benutzt.
Er liegt 30 cm unter der Erde, war somit einigermassen gegen Oberflächenwasser geschützt, aber so ganz korrekt war das wohl nicht - na ja - wir haben es ja überlebt ;-))  

Gruss
Lothar
Gast (sepp s)
(Gast - Daten unbestätigt)

  21.05.2006
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Lothar vom 21.05.2006!  Zum Bezugstext

Hallo Lothar auf Grund Deiner Angabe dass der Brunnnendeckel 30 cm unter dem Oberflächen -Niveo liegt,die Frage  dient Dein Brunnen auch zu Trinkwasserversorgung ? Bei uns wird dazu verlangt dass bei einem solchen Brunnen der Brunnenrand etwa 30 cm über dem umliegenden Niveo liegen muss und gut gegen das eindringen von Oberflächenwasser abgedichtet sein muss (wegen Hygiene  bzw.Eintrag von Bakterien)PS Wird mittels Schachtringen gemacht. mfg sepp
Wilfried
wilfried.rosendahlrsdsolar.de
(gute Seele des Forums)

  21.05.2006
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Lothar vom 21.05.2006!  Zum Bezugstext

Hallo Lothar,

die Vorgehensweise ist schon ok. Bei der Verbindung Eisenrohr an PVC-Fitting würde ich aber auf jeden Fall das Rohr mit Rostschutzfarbe grundieren und das PVC-Teil mit grobem Sandpapier gut aufrauen, sonst hält auch das gute Sikkaflex nicht.
Und wenn die Verbindung frisch aufgeschoben ist, soll alles 2 Tage vernetzen (der Weg durch die Muffe ist lang...), also nach 2 Minuten nicht mehr dran Wackeln.

Viel Erfolg und beste Grüße
Wilfried
Gast (Lothar)
(Gast - Daten unbestätigt)

  21.05.2006
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von sepp s vom 20.05.2006!  Zum Bezugstext

Hallo Sepp,

ehrlich gesagt - ich hätte keine Angst mit zwei ordentlichen, zusammengebundenen Leitern in den Brunnen zu steigen.

Dass ich alles aus 1m Abstand zurechtfummele, und nicht in den Brunnen steige, hat folgenden einfachen Grund:

Der Brunnendeckel ist 30 cm unter der Erde und das Teil wiegt ca. 200 kg, um den Einstieg frei zu bekomen, müsste ich den ersteinmal irgendwie wegheben.

Jetzt habe ich ihn mit einem Wagenheber so weit geöffnet, dass ich die Arbeiten aus der Entfernung ausführen kann.  

Das Anschlusstück setze ich aus 2-3 PVC-Teilen zusammen, (2-3mm Wandstärke, das hält garantiert).
Ich glaube, es wird gar nicht so schwierig, das Anschlusstück auf das Rohrende zu schieben und abzudichten. Nach 1 Std. sollte das erledigt sein.

Den Deckel wegzubekommen und die entsprechende Leiterkonstruktion zurechtzuzimmern dauert mit Sicherheit länger.

Im Augenblick steht die Baustelle aber wegen "Schlechtwetter".

Gruss
Lothar













Gast (sepp s)
(Gast - Daten unbestätigt)

  20.05.2006
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Lothar vom 19.05.2006!  Zum Bezugstext

Hallo Lothar glaubt ihr wirklich dass ein Einstieg in den Brunnen (mit einer gut gesicherten Leiter!!! )Du kannst Dich ja auch noch zusätzlich von Deiner Frau sichern lassen gefährlicher ist als Deine Arbeit bei der die grosse Gefahr besteht dass Du Kopfüber in den Brunnen fällst und noch dazu inn Kauf nimmst dass was Du machst sehr schwierig ist und bei einem Einstieg wesentlich leichter zu machen wäre.Hast du niemanden der Dir eine Schneidkluppe vemutlich 1 Zoll leiht dann wäre die Abdichtung bzw Reparatur viel einfacher.
mfg sepp
Ps auch meine Frau war gegen einen Einstieg. Man macht dies so ein paar Stufen hinein dann wieder heraus nach einer Pause dies wieder machen  all dies öfter wiederholen  mit der Zeit fühlt an sich sicher und traut sich immmer weiter nach unten.
Gast (Lothar)
(Gast - Daten unbestätigt)

  20.05.2006
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Wilfried vom 20.05.2006!  Zum Bezugstext

Hallo Wilfried,

... prima, dann liege ich ja mit meiner Vorgehensweise nicht daneben :-))

Warum lege ich den Saugschlauch nicht bis zur Pumpe:

Ein grosser Rhododendronbusch, die Gehwegplatten und die dicke Hauswand wirken recht abschreckend bei der Vorstellung, den neuen Schlauch bis zur Pumpe neu zu verlegen, die Option habe ich aber noch, falls es mit dem Anschlussstück nichts wird.

Dieses Anschlusstück ist ersteinmal das entscheidende Teil. Es muss ein 90-Grad Bogen sein, der auf der einen Seite über das 34mm Saugrohr zu schieben ist, und auf der anderen Seite den Schlauchanschluss hat.
Natürlich robust und nichtrostend. An Kupfer oder Messing denke ich, da kann man dann etwas zusammenlöten. Was haltet ihr davon, so etwas gibt es ja wohl nicht fertig zu kaufen - oder ?

Abdichten werde ich das mit dem Superkleber "Sikaflex" und einer Schrumpf-Gummi-Manschette - alles aus einer Entfernung von einem Meter - Jungs, da kann man wirkliche keine Zuschauer gebrauchen ;-))

Gruesse

Lothar
Wilfried
wilfried.rosendahlrsdsolar.de
(gute Seele des Forums)

  20.05.2006
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Lothar vom 19.05.2006!  Zum Bezugstext

Hallo Lothar,

herzlichen Glückwunsch! Das war der richtige Weg und keine Sorge wegen dem Saugschlauch, der hält das locker :-))
Was ich nicht verstehe ist, warum kannst Du den Saugschlauch nicht bis zur Pumpe führen? Das erspart doch die Flickerei in 1 m Entfernung und ist viiiel sicherer dicht.

Beste Grüße
Wilfried
Gast (Lothar)
(Gast - Daten unbestätigt)

  19.05.2006
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von sepp s vom 19.05.2006!  Zum Bezugstext

Hallo Sepp, hallo Wilfried,

habe mittlerweile eine andere Vorgehensweise gewählt:

Mit einer Flex an einer 1m Verlängerung habe ich das Saurohr oben am Knick abgetrennt und herausgezogen, alles andere war mir zu aufwendig.

So vergammelt wie das Fussventil (nach über 40 Jahren) aussieht, hätte man es auch nicht richtg wiederbeleben können.

Jetzt besorge ich mir einen 6m langen Saugschlauch mit Fussventil, fertige mir ein einsprechendes Anschlusstück an, welches auf der einen Seite über die abgetrennte Saugleitung passt und an der anderen Seite den Saugschlauch hat.

Tausche also das im Brunnen befindliche alte Saugrohrstück mit dem Ventil gegen einen neuen Saugschlauch mit Ventil.

Das Aufsetzen und Abdichten des Anschlusstück wird wohl etwas "fummelig" aus der Entfernung von 1m, aber das geht hoffentlich einfacher, als den ganzen alten Kram zu reparieren.

Was meint ihr, bin ich da auf dem Holzwege, hält ein Saugschlauch überhaupt dem Höhenunterschied bzw. Gewicht stand ?

Gruss

Lothar

PS: Einen Abstieg in den Brunnen hat mir meine Frau nicht genehmigt - irgendwie ganz beruhigend ;-))
Gast (sepp s)
(Gast - Daten unbestätigt)

  19.05.2006
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Wilfried vom 19.05.2006!  Zum Bezugstext

Hallo Wilfried. Nett mal wieder etwas von Dir zu hören mit meinen Vorschlägen habe ich Dich wohl etwas erschreckt. Warum aber zusammengebundene Leitern haarsträubend sein sollen verstehe ich nicht und sind auch nicht meine „Hirngespinste“. Aber selbst in den späten 50er Jahren gab es keine andere Möglichkeit mit Holzroheren ausgestattete Schachtbrunnen ohne zusammen gebundene Leitern zu reparieren. (abzutragen). Diese wurden  mit großer Überlappung an den Holmen zusammengebunden. Dazu musste man sich meist auch lange Leitern von Nachbarn oft hunderte Meter  zusammentragen. Ich finde es viel gefährlicher auf einen hohen Kirschbaum zu klettern als mit zusammengebundenen in einen Brunnen zu steigen welche im Brunnen nur auf Zug beansprucht werden und zudem nicht umfallen können! soweit Punkt eins
Zur Hochdruckfreispülung mit einem Rohrreiniger habe ich darauf hingewiesen dass dies bei mickrigen Rohren nicht ganz harmlos sein könnte. Auch wenn der Druck von der verkehrten Seite kommt könnte das Ventil gelockert werden. (oder sollte man zuerst mit Pressluft das Wasser herausbefördern dann würde sich der Hochdruckreinigerdruck nicht so stark auswirken?
Dein Vorschlag das „Fußventil frei zu stoßen (zertrümmern) könnte nachdem ich mir ein lagerndes  Ventil angesehen habe durchaus möglich sein  (ziemlich schwacher Gusskorb.  Mit freundlichen Grüßen  Sepp
Wilfried
wilfried.rosendahlrsdsolar.de
(gute Seele des Forums)

  19.05.2006
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von sep s vom 19.05.2006!  Zum Bezugstext

V O R S I C H T !!!

Hallo Sepp,

Deine Tips sind meist sehr phantasiereich, oft aber auch gefährlich. Das mit den zusammen gebundenen Leitern war schon haarsträubend und nun Experimente mit einem Hochdruckreiniger an einer 40 Jahre alten Saugleitung?

Das kann im wahrsten Sinne des Wortes ins Auge gehen. Hochdruckreiniger können 100 bar und mehr erzeugen. Wenn's da knallt, dann kann das sehr ungesund werden.

Überdies kommt auch der Druck von oben, also genau aus der Richtung in der das Fußventil dichtet.

Hallo Lothar,

mit Klopfen meinte ich nicht mit einem Hammer, das funktioniert nicht. Ich dachte da eher an eine Stange Winkeleisen, die man an das Rohr legt und mit einem Schlupf daran runtersausen läßt. Die Chancen sind nicht sehr gut, vielleicht 9 : 1 - aber noch 100.000-fach besser als beim Lotto ;-))
Selbst wenn das Fußventil dadurch abgeschlagen wird, dann ist es wenigstens offen und man könnte ein Rückschlagventil im Keller setzen.

Toi toi toi
Wilfried
Gast (sep s)
(Gast - Daten unbestätigt)

  19.05.2006

Hallo Lothar Meyer Wie wäre es wenn Du versuchen würdest mit einem Hochdruck- Rohrreiniger ( wen Du selbst keinen hast vieleicht hat ein Bekannter einen) das hängengebliebene Fußventil zu lockern.Du mußt allerdings einen geraden Weg zu diesem finden ( ein Knie kannst Du mit diesen nicht überwinden!!!!!( könnte mehr Wirkung haben als Hammmerschläge!)probieren! Dies bei einer "mikrigen" Saugleitung ist nicht ratsam! mfg sepp
Gast (Lothar)
(Gast - Daten unbestätigt)

  18.05.2006
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Wilfried vom 18.05.2006!  Zum Bezugstext

... werde es mal mit so einem verlängerten Hammer versuchen, aber ich erwarte nicht viel davon, das Ventil sitzt ja unter Wasser und richtig Schwung bekommt man da nicht.

Wahrscheinlich muss ich das Rohr oben abtrennen und einen neuen Saugschlauch mit Fussventil anschließen - alles mit verlängertem Werkzeug. z.B. Flex an Stiel :-).

Zuschauer sind dabei wirklich nicht erbeten.

Gruss und Danke
Lothar
Wilfried
wilfried.rosendahlrsdsolar.de
(gute Seele des Forums)

  18.05.2006

Ja, jetzt verstehe ich, dass Fußventil öffnet nicht, ist festgegammelt. Aber DEN eleganten Supertrick das zu lösen kann ich leider auch nicht liefern. Ich würde wahrscheinlich was basteln, dass ich da unten bei laufender Pumpe klopfen könnte. Am besten man nimmt sich Zeit, Ruhe und bloooos keine Zuschauer... ;-))

Viel Glück
Wilfried
Gast (Lothar)
(Gast - Daten unbestätigt)

  18.05.2006
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Wilfried vom 18.05.2006!  Zum Bezugstext

Hallo Wilfried,

Ja, die Saugleitung steht unter Druck ...
ich erkläre mir das folgendermassen:

Das Rückschlagventil (Fussventil) untem im Brunnen ist geschlossen und der Druckkessel der Pumpe steht unter Druck. Da die Ventile der Pumpe nicht 100% dicht sind, wirkt der Druck aus dem Kessel bis in die Saugleitung zurück.

Wenn ich den Anschluss zur Saugleitung etwas löse, spritzt Wasser heraus, also steht die Saugleitung unter Druck. Natürlich, wenn die Pumpe stillsteht.

Mein Rückschluss daraus. Die Saugleitung ist bis in den Brunnen dicht, die Pumpe zieht also keine Luft.
Die Ursache meines Problems wird das Fussventil sein, welches sich über die Zeit, insbesondere in der Zeit, wo der Brunnen nicht in Betrieb war, zugesetzt hat.

Das ist meine "Laienvermutung".

Mittlerweile weiss ich, dass das Rückschlagventil Fussventil heisst und unten an der Saugleitung sitzt.

Dort komme ich ja nicht so einfach heran, um es zu reinigen. Eventuell gibt es einen Trick, um es noch einmal frei zu bekommen.

Also meine Frage:

Gibt es eine Möglichkeit, ein verdrecktes Fussventil wieder gangbar zu machen, ohne die ganze Saugleitung auszubauen, das wäre nämlich ein echte Aktion.

Ich hoffe, ich habe es verständlich rübergebracht.

Gruss

Lothar





Wilfried
wilfried.rosendahlrsdsolar.de
(gute Seele des Forums)

  18.05.2006

Hallo Lothar,
"Die Saugleitung steht unter Druck, wenn die Pumpe nicht läuft."

Das verstehe ich nicht. Wo kommt der Druck her?




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